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Stärkere Klima-Sensibilisierung durch Betroffenheitsindex herstellen

In der peruanischen Hauptstadt Lima treffen sich bis zum 10.12. Vertreter und Vertreterinnen aus mehr als 190 Staaten, um die Weichen f√ľr ein neues, globales Klimaabkommen zu stellen, das dann in Paris Ende kommenden Jahres verabschiedet werden soll. Und die Vorzeichen stehen nicht schlecht, da es Bewegung bei den beiden gr√∂√üten Emittenten von Treibhausgasen China und USA gibt, die zumindest vorsichtig optimistisch stimmen. Germanwatch hat nun mit der Pr√§sentation des Globalen Klima-Risiko-Indexes 2015 (KRI) die Betroffenheitsschrauben angezogen, in dem sehr deutlich die humanit√§ren und √∂konomischen Folgen von Wetterextremen f√ľr L√§nder vor allem aus dem √§rmeren S√ľden aufgezeigt werden. So starben nach Auswertung der Datenbank NatCatSERVICE der M√ľnchner R√ľck Versicherung zwischen 1994 und 2013 mehr als eine halbe Million Menschen durch Sturm, Hochwasser, Hitzeextreme und der √∂konomische Schaden bel√§uft sich auf einem Verlust von √ľber 2 Billionen US$ an Kaufkraftparit√§ten. Auch Deutschland ist durch die Hochwasserereignisse in 2013 von Platz 32 auf Platz 22 der am st√§rksten betroffenen Staaten ger√ľckt. Vielleicht f√ľhrt dies zu einer ernsthafteren Klimaschutzpolitik der Bundesregierung, die in letzter Zeit nicht gerade durch einen klaren Kurs in Sachen CO2-Minderung aufgefallen ist.
Wer mehr zu KRI wissen möchte, kann sich unter http://germanwatch.org/de/9532 die deutsche Zusammenfassung oder die englischsprachige Vollversion herunterladen.

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√Ėko-Jeans ‚Äď Was ist das denn?

Was tun, wenn man auf der Suche nach einer Jeans Wert auf √∂kologische Kriterien und sozial-vertr√§gliche Arbeitsbedingungen legt? Richtig, man geht in die Fachgesch√§fte mit Anspruch auf gute Qualit√§t und fragt. Dumm nur, wenn einem bei vier von f√ľnf Versuchen vollst√§ndiges Unverst√§ndnis, Unkenntnis und ein mehr oder weniger entschuldigendes Achselzucken entgegenschl√§gt. Dann hatte ich aber doch das Gl√ľck, auf eine Fachverk√§uferin zu treffen, die sehr genau zwischen √∂kologischen Kriterien wie Baumwollanbau, Produktionsverfahren, F√§rben und nachhaltigen Kriterien wie Arbeitsbedingungen vor Ort und sozialem Engagement unterscheiden konnte.

Ihr Tipp: Suchen Sie doch mal im online-Handel. Das habe ich getan. Ergebnis: Eine Vielzahl unterschiedlichster Label und Zertifikate mit mehr oder weniger verst√§ndlichen Erl√§uterungen. Zur√ľck bleibt Verwirrung und die Erkenntnis, dass man doch etwas mehr Zeit in eine nachhaltige Konsumentscheidung stecken muss, als erwartet. Bleibt nur zu hoffen, dass dann der Transport mit dem Kurierdienst auch nach umweltfreundlichen Standards erfolgt.

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Klimapakt f√ľr mehr Klimaanpassung

Auf dem Deich

Extremwetterereignisse sind eine Begleiterscheinung des Klimwandels

Auch wenn das Forschungsverbundprojekt nordwest2050 f√ľr das SCB Ende Mai endete, gehen einige Aktivit√§ten unter der Regie von ecolo mit viel Energie weiter. So wurde der Klimapakt mittlerweile von 49 Personen aus der Metropolregion Bremen-Oldenburg unterschrieben. Ganz frisch dabei nun auch der Landkreis Cuxhaven. In der Sitzung des Kreisausschusses am 9.7.14 wurde beschlossen, den Klimapakt zu unterzeichnen und damit zu dokumentieren, dass das Thema Klimaanpassung f√ľr diesen Landstrich mit seiner exponierten Lage von essentieller Bedeutung ist. Denn Extremereignisse und der steigende Meeresspiegel erfordern fr√ľhzeitiges Handeln; und das ist allemal besser und kosteng√ľnstiger als hinterher die Sch√§den zu beseitigen. Wenn auch Sie Interesse am Klimapakt haben, schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an!

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Heiß, heißer, am heißesten

photocase1596882754230631Wer st√∂hnt nicht, wenn die Luftfeuchtigkeit bei √ľber 90% liegt und die Temperaturanzeige die 30¬į Schwelle √ľberschreitet. Die Kleidung klebt am K√∂rper, jeder Bewegung ist m√ľhselig und macht kurzatmig. Und nicht mal nachts gibt es so etwas wie eine k√ľhle Erholung; trotz Durchzug, denn das Thermometer sinkt kaum unter die 20¬į Schwelle. Pech nur, dass wir in Zukunft damit rechnen sollten, dass das Normalit√§t wird. Was heute noch als Extremereignis r√ľberkommt, wird morgen ‚Äď gemeint ist in den kommenden Dekaden ‚Äď die Regel sein und dann k√∂nnen Hitzextreme auch in Deutschlands Norden die 40¬į Schallmauer durchbrechen. Der Mai und Juni waren schon global die hei√üesten Monate seit der Aufzeichnung meteorologischen Daten und es ist zu bef√ľrchten, dass weitere Rekorde auch diesbez√ľglich gebrochen werden. Mein Rat: Cool bleiben und sich selbst an die Nase fassen, wenn es darum geht, etwas f√ľr den Klimaschutz zu tun.

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Filmtipp: Alles auf Sand gebaut

Baustoff Sand

Baustoff Sand

Irgendwie wusste ich es schon immer: der Ressourcenverbrauch hat Ausma√üe angenommen, die die Rohstoffkapazit√§ten des Lagers Erde bei weitem √ľbersteigen. Besonders radikal wird es bei der Betrachtung des sog. ‚ÄěOvershoot-Day‚Äú, also dem Tag im Jahr, an dem die nat√ľrlichen Ressourcen der Erde verbraucht sind. Lag dieser 1993 noch am 21. Oktober, war es zehn Jahre sp√§ter schon der 22. September und letztes Jahr bereits der 20. August (Quelle: Global Footprint Network).

Was ich aber √ľberhaupt nicht im Blick hatte, war der Verbrauch der Ressource Sand. Und da hat die Ausstrahlung des Films ‚ÄěSand – Die neue Umweltzeitbombe‚Äú auf arte am 22.4. mir tats√§chlich selbigen aus den Augen gewischt und Tr√§nen hineingetrieben. Unglaublich, welche Mengen mittlerweile legal und illegal vom Meeresboden abgesaugt werden (inkl. allem was sich da bewegt und was dort w√§chst); einschlie√ülich brutaler Folgen f√ľr die regionale Fischwirtschaft und die Existenz von Inseln (Beispiel Malediven).

Schwindende Ressource Sand: Sand ist heutzutage Bestandteil zahlreicher Alltagsprodukte, häufiger noch als Erdöl.

Schwindende Ressource: Sand ist heutzutage Bestandteil zahlreicher Alltagsprodukte, häufiger noch als Erdöl.

Auch wenn die Recyclingquote von Bauschutt in Deutschland mit ca. 70 % weltmeisterlich ist (aus: 5. Monitoringbericht Bauabfälle der Arbeitsgemeinschaft Kreislaufwirtschaftsträger Bau); im globalen Maßstab ist das nur ein Tropfen auf den heißen Sand. Und ob wir mit Konzepten zur hochwertigen Verwertung von Baustoffen und der immer wichtiger werdenden Wiederverwendung von Bauteilen die mit dem Sandabbau verbundenen Folgen wirklich noch aufhalten können, ist stark zubezweifeln.

Wer dennoch im Kleinen (also hier vor Ort) etwas tun will, sollte sich erstens √ľberlegen, ob es immer das neue Bad, der neue Fu√üboden etc. sein muss, oder ob nicht auch die Bauteilb√∂rse in Bremen (und anderswo) einen ungew√∂hnlichen Blickfang aus den 60-er Jahren bietet.

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