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Br√ľssel im Februar

Klar, die Anfahrt war ein wenig beschwerlich ‚Äď von Bremen √ľber K√∂ln nach Br√ľssel in sechs Stunden, zur√ľck in Bremen nach Mitternacht. Daf√ľr hat es sich gelohnt. Eingeladen hatte die Senatsverwaltung f√ľr Stadtentwicklung und Umwelt in Berlin zusammen mit der metropolis initiatives in die Vertretung des Landes Brandenburg bei der EU und gearbeitet wurde an der ‚ÄěNo Regrets Charter‚Äú, einer Aufz√§hlung von Prinzipien zur Klimaanpassung in St√§dten.

In verschiedenen Workshops zur politischen Verantwortung, zum Katastrophenschutz, zur räumlichen Planung und Stadtklima und zum kommunalen Engagement wurde die Vorlage diskutiert und ergänzt. Wie ich finde ein gutes Ergebnis, das im Oktober 2014 in Hyderabad während des Metropolis Weltkongresses verabschiedet und unterschrieben werden soll.

Viele der aufgez√§hlten Prinzipien und Empfehlungen finden sich auch im Klimapakt wieder, den wir gemeinsam mit vielen Akteuren und Institutionen aus der Metropolregion Bremen-Oldenburg erarbeitet haben. Das Ziel muss sein, Aktivit√§ten im Umgang mit den Folgen des Klimawandels, die wir schon heute sp√ľren, regional¬† zu entfalten. Die No Regrets Charter und der Klimapakt sind daf√ľr gute Orientierungen.

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Wir sind doch die Guten

Da spenden die Familien Quandt und Klatten mal eben 690.000,- Euro an die CDU und gleichzeitig wird in Br√ľssel √ľber die Grenzwerte der CO2-Emissionen bei Fahrzeugflotten verhandelt. Und siehe da, f√ľr die deutschen Gro√ülimousinenhersteller gibt es tats√§chlich noch einmal einen Aufschub, bevor die 100g CO2/km unterschritten werden m√ľssen. Dass da die franz√∂sischen Autobauer nicht gerade erfreut waren, ist einsehbar, hatten sie sich doch einen Marktvorteil mit ihren Kleinwagen versprochen. Doch nun kommt die deutsche Gro√üherzigkeit ins Spiel, denn die argumentiert so: Wenn der Grenzwert schon jetzt gekommen w√§re, w√ľrden die deutschen Automobilhersteller verst√§rkt Kleinwagen produzieren und damit ‚Äď der deutschen Technik sei Dank ‚Äď den Franzosen doch Marktanteile schon jetzt abnehmen. Da k√∂nnen die doch froh sein.
Danke BMW und Co. f√ľr eure europ√§ische Solidarit√§t!

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IPCC ‚Äď 5. Sachstandsbericht ‚Äď und nun?

In Stockholm wurden am 27.9. die Ergebnisse der naturwissenschaftlichen Grundlagen der ersten Arbeitsgruppe als Teilbericht 1 des 5. Sachstandsberichts des IPCC vorgestellt und nur ein Wochenende später am 30.9. in Berlin in der Brandenburgischen Akademie der Wissenschaft im Rahmen einer Gemeinschaftsveranstaltung von BMU, BMBF, TU-Berlin, DKK und der Deutschen IPCC Koordinierungsstelle zur Diskussion gestellt.

Ich hatte sowieso in Hamburg einen Termin beim Climate Service Center und habe diese Gelegenheit genutzt, den kurzen Trip nach Berlin auf mich zu nehmen, um von Vertretern und Vertreterinnen der deutschen Delegation und Autoren sozusagen life zu erfahren, was denn nun noch außerhalb der medialen Aufbereitung in den Tagen davor noch so alles drin steckt in diesem Bericht.

Also, schlauer geworden bin ich nicht; au√üer dass man nun noch sicherer wei√ü, dass der Klimawandel menschengemacht ist und mit der Einf√ľhrung eines neuen und meiner Meinung nach absolut utopischen Klimaszenarios (RCP 2.5) es theoretisch gelingen k√∂nnte, das politisch gewollte 2¬į-Ziel noch zu erreichen, weil die Spannweite der globalen Mitteltemperatur nun zwischen 1,5¬į und 4,5¬į liegt.

Und jedes Mal wieder wird die Dringlichkeit (diesmal auch durch die Diskutanten auf dem Podium) bem√ľht, doch nun endlich den Zahlen auch Taten folgen zu lassen. Selbstverst√§ndlich freiwillig und unter Mitwirkung aller, weil ja der Klimawandel ein globales Problem ist und dann doch wieder nur faule Kompromisse dabei rauskommen.

Ich denke, dass wir keine weiteren wissenschaftlichen Daten ben√∂tigen. Was wir brauchen, sind klare Regularien und Vereinbarungen und Deutschland und Europa m√ľssen endlich zeigen, dass sie den gro√üen emotionalen Best√ľrzungen auch Taten folgen lassen, denn das Zeitfenster zum Handeln ist schon jetzt so klein, dass die Menschheit in vielen Teilen dieser Welt, die sich Anpassungsma√ünahmen nicht leisten k√∂nnen, kurz vor dem Abgrund steht.

Ich m√∂chte gern den Politiker kennen lernen, der in ein Flugzeug steigt, an dessen Gangway ein Schild mit der Aufschritt ‚ÄěDieses Flugzeug wird mit 95%-iger Wahrscheinlichkeit abst√ľrzen‚Äú angebracht ist.

Wer es genauer wissen will.

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ecolo und die Aktionswoche Nachhaltigkeit

ecolo hat sich schon immer f√ľr das Thema Nachhaltigkeit stark gemacht ‚Äď und zwar nicht nur als Angebot f√ľr potenzielle Kunden, sondern auch im eigenen Tun. Da kam die ‚ÄěDeutsche Aktionswoche Nachhaltigkeit, die vom Rat f√ľr Nachhaltige Entwicklung ausgerufen wurde und vom 15. bis zum 21. Juni 2013 bundesweiten l√§uft, gerade recht. Klar ist, dass es zur Bew√§ltigung der gro√üen Zukunftsfragen noch viel mehr b√ľrgerschaftliches Engagement braucht. Aus diesem Grund werden auch alle gebeten mitzumachen ‚Äď Kinder und Erwachsene, Stiftungen, Kirchen, Kinderg√§rten, Schulen, Unternehmen, St√§dte, soziale Einrichtungen, Umwelt- und Entwicklungsverb√§nde, Beh√∂rden, Ministerien, Theater und Sportvereine. Und da k√∂nnen wir nicht abseits stehen.

Also folgte ecolo dem Ruf und stellt derzeit ein buntes Programm f√ľr die Nachhaltigkeitswoche auf die Beine. Geplant werden derzeit zum Beispiel eine Talkrunde zum Thema ‚ÄěNachhaltigkeit in Unternehmen‚Äú, eine Tauschb√∂rse, ein gemeinsames Kochen am Veggi-Tag, eine Yoga-Stunde und ein Ausflug zum Thema alternative Mobilit√§t ‚Äěselbst erpaddeln und erradeln‚Äú.

Unter www.aktionswoche-nachhaltigkeit.de k√∂nnen die Teilnehmenden ihre geplanten Veranstaltungen sowie Links zur weiteren Information vorab bekannt geben. Bisher gibt es neben dem ecolo-Programm nur zwei weitere angemeldete Aktion f√ľr das Land Bremen: Die Aktion ProCent von Daimler und ‚ÄěWegweiser f√ľr Menschlichkeit – unsere Schulen!‚Äú der Bremer Aktion f√ľr Kinder. Wenn Ihr noch etwas auf Lager habt, dann einfach auf der Seite anmelden und los geht‚Äôs.

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