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1. Jugendklimarat im Land gegr√ľndet

Erste Aktion des Jugendklimarates in Bremerhaven: Ein Apfelbaum sorgt f√ľr mehr biologische Vielfalt vor dem Umweltschutzamt. Matheo Zanon, Noemi Krebs, Maurice Schmidt, Maurice Frost, Yette Strauss Suhr, Swantje Malin Sch√§fer, Jan Koos Assheuer, Evrim Safak Kaya (v.l.n.r.)

Erste Aktion des Jugendklimarates in Bremerhaven: Ein Apfelbaum sorgt f√ľr mehr biologische Vielfalt vor dem Umweltschutzamt. Matheo Zanon, Noemi Krebs, Maurice Schmidt, Maurice Frost, Yette Strauss Suhr, Swantje Malin Sch√§fer, Jan Koos Assheuer, Evrim Safak Kaya (v.l.n.r.)

Von Politikverdrossenheit und mangelndem Engagement bei jungen Menschen ist in Bremerhaven nichts zu sp√ľren! Hier fanden sich auf Initiative des Umweltschutzamtes 21 junge Menschen zwischen 12 und 20 Jahren zum ersten Jugendklimarat Deutschlands zusammen, um sich aktiv mit Fragestellungen rund um den Klimawandel, Klimaschutz und Klimaanpassung in der Seestadt zu besch√§ftigen. Angesiedelt im Rahmen der Aktivit√§ten zur Klimastadt Bremerhaven, erm√∂glicht das deutschlandweit erste Gremium dieser Art eine verst√§rkte politische Beteiligung von Kindern und Jugendlichen speziell zum Thema Klimawandel. Zum Auftakt pflanzten die Mitglieder heute vor dem Umweltschutzamt Bremerhaven im Beisein von Schuldezernent¬† Michael Frost einen Apfelbaum f√ľr den Klimaschutz.

Nach zwei Vorbereitungskonferenzen im Alfred-Wegener-Institut und dem Klimahaus 8¬į Ost Bremerhaven konstituierte sich der Jugendklimarat am 25. M√§rz 2014 in der Science Lounge an der Hochschule Bremerhaven. Gemeinsam wurde eine Gesch√§ftsordnung beschlossen, aus den eigenen Reihen die Sprecher und deren Stellvertreter gew√§hlt sowie erste Projekte f√ľr den Arbeitsstart gew√§hlt. Der Einsatz aller Beteiligten zahlt sich nun aus. Das Gremium √ľberzeugt nicht nur mit vorbildlichem Engagement sondern auch mit nachhaltigen Projektideen. Die Verwendung regionaler Produkte in Schulkantinen, der Gebrauch von Jutebeuteln anstatt Plastikt√ľten auf den Wochenm√§rkten oder die Bek√§mpfung von Papierverschwendung in √∂ffentlichen Einrichtungen. Ausgestattet mit finanzieller und administrativer Unterst√ľtzung durch die Gesch√§ftsstelle m√∂chten die Mitglieder als erstes die Einrichtung des Repair-Caf√©s angehen und diverse Begr√ľnungsaktionen initiieren.

Unterst√ľtzt wird der Jugendklimarat vom Alfred-Wegener-Institut und der Deutschen Klimastiftung, die aktuelle Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung bereitstellen und dabei helfen, komplexe Zusammenh√§nge besser zu verstehen. Grundvoraussetzung daf√ľr, den Jugendklimarat auf der Grundlage wissensbasierter Meinungsbildung an der kommunalen Klimaschutzarbeit zu beteiligen. Die Jugendlichen lernen durch ihre Beteiligung Politik besser kennen, erfahren was es bedeutet, Ideen in Projekte umzusetzen und bekommen erste Berufsorientierungen.

Der Jugendklimarat ist eine Ma√ünahme der Kampagne ‚ÄěKurs Klimastadt‚Äú des Umweltschutzamtes Bremerhaven. Er soll die Beteiligung Jugendlicher am kommunalen Klimaschutz und bei der Entwicklung von Anpassungsma√ünahmen an die Folgen des Klimawandels sicherstellen. Diese Beteiligungsrechte sind in der Bremerhavener Stadtverfassung geregelt. Unterst√ľtzt wird er vom Schuldezernat Bremerhaven, dem Stadtjugendring Bremerhaven, dem Klimahaus 8¬į Ost Bremerhaven, dem Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven Bus, der Deutsche Klimastiftung, der Hochschule Bremerhaven und dem Klimab√ľro f√ľr Polargebiete und Meeresspiegelanstieg.

Weitere Informationen auf www.klimastadt-bremerhaven.info

 

 

 

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Mehr biologische Vielfalt f√ľr Firmengel√§nde

"Freude

Freude beim Mercedes-Benz Werk: Die Bremer Umweltpartnerschaft und der BUND Bremen zeichneten dort ‚Orte der biologischen Vielfalt‘ aus.

Dachbegr√ľnung, Rasengittersteine, ein Obstbaum oder einfach nur eine Nistgelegenheit: Jede dieser Ma√ünahmen f√∂rdert den Erhalt von Biodiversit√§t im st√§dtischen Raum. Nach der Deutschen Post, saturn petcare und Werkstatt Bremen ist nun ein weiteres Bremer Gro√üunternehmen nachgezogen. Mercedes-Benz hat auf dem Werksgel√§nde in Sebaldsbr√ľck im Rahmen der Kampagne ‚ÄėOrte der biologischen Vielfalt‚Äė unter anderem ein Insektenhotel sowie 26 Nistk√§sten gebaut und eine artenreiche Wildblumenwiese angelegt.

ecolo entwickelte f√ľr das Bremer Umweltnetzwerk ‚Äėpartnerschaft umwelt untenehmen‚Äė die Kampagne ‚ÄėOrte der biologischen Vielfalt‚Äė in Zusammenarbeit mit dem BUND Landesverband Bremen. Ziel ist, Unternehmen √ľber Biodiversit√§t zu informieren und sie zu konkreten M√∂glichkeiten f√ľr die Gestaltung eines naturnahen Firmengel√§ndes zu beraten und damit nachhaltig die Artenvielfalt im urbanen Raum zu f√∂rdern.

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Anpassung an den Klimawandel in der Metropolregion Bremen-Oldenburg gemeinsam gestalten

(c) designritter, photocase.com

(c) designritter, photocase.com

Der Klimawandel ist eine zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Die Folgen sind bereits heute global sp√ľrbar und werden sich in den kommenden Dekaden verst√§rken. Auch die Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten ist davon betroffen.

Der Klimapakt ist eine Initiative des Forschungsprojekts ’nordwest2050′, welches ecolo in den vergangenen Jahren eng begleitet hat, und wurde mit gesellschaftlichen und institutionellen Akteuren aus dem Raum der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten erarbeitet. Er ist als Willenserkl√§rung zu verstehen, mit der die Unterzeichnenden bekunden, dass sie die Dringlichkeit und Zusammengeh√∂rigkeit von Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel anerkennen.

Die Unterzeichnenden des Klimapakts gehen von der Bewältigung der Folgen des Klimawandels in der Metropolregion unter folgenden Voraussetzungen aus:

  • ¬†Bereits heute werden Ma√ünahmen zur Anpassung an den Klimawandel ergriffen.
  • Beteiligte Einrichtungen suchen im Rahmen ihrer M√∂glichkeiten nach Anpassungsl√∂sungen
  • Vorhandene Netzwerke und neue Kooperationen identifizieren und l√∂sen Handlungsfeld √ľbergreifende Probleme schon jetzt.

Der Klimapakt soll eine konzertierte Aktion aller Akteure im Sinne von Klimaschutz und Klimaanpassung in der Metropolregion ansto√üen und deshalb von m√∂glichst vielen Akteuren unterschrieben werden. Er kann √ľber das Kontaktformular oder bei Andreas Lieberum angefordert werden. Die Unterschriftenliste wird kontinuierlich fortgef√ľhrt und zweimal pro Jahr dem Dokument als aktualisierte Anlage beigef√ľgt.

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Geschafft! morethanshelters feiert erfolgreiches Crowdfunding

In der t√§glichen Projektarbeit bei ecolo geh√∂rt es zu den wirklich erfreulichen Dingen Menschen kennenzulernen, die auf bemerkenswerte Weise ihre eigene Vorstellung davon, wie etwas sein sollten zielgerichtet in die Tat umzusetzen verm√∂gen. Leider verliert man allzu h√§ufig die Projekte und auch die Menschen dahinter viel zu schnell aus den Augen. Bei Daniel Kerber und seinem Team ist es gl√ľcklicherweise nicht so.

children

children in Za’atari

Unter dem Namen morethanshelters ist es Daniel gelungen ein Team aufzustellen, dass mit einer eigentlich naheliegenden Idee – n√§mlich die Notsituation von Menschen in Fl√ľchtlingslagern durch ein neuartiges Unterkunftssystem sozial und √∂kologisch zu verbessern – immer wieder f√ľr Aufmerksamkeit sorgt. Gerade aktuell kann das Team stolz vermelden √ľber 56.000 Euro eingesammelt zu haben, um im jordanischen Fl√ľchtlingsgebiet Za’atari, indem bereits im Juli 2013 144.000 syrische Fl√ľchtlinge lebten, die ersten Notunterkunftssysteme in der Praxis einzusetzen, die die Macher DOMO nennen. Damit ist es eines der h√∂chstgefundeten gemeinn√ľtzigen Projekte in Deutschland, das je √ľber Crowdfunding finanziert wurde. Daf√ľr verantwortlich ist zum einen die gute Idee des Produktes, aber ebenso entscheidend f√ľr den Erfolg erscheint mir die professionelle Arbeit des gesamten Teams, die diese Idee weiterentwickelt und voranbringt! Denn auch wenn die Argumente f√ľr DOMO f√ľr sich sprechen – im Vergleich zur herk√∂mmlichen Zeltl√∂sung, ist es √∂kologisch vielf√§ltig vertr√§glicher, durch seine Architektur entspricht es besser den sozialen und religi√∂sen Bed√ľrfnissen der Bewohner und, um das Dreieck der Nachhaltigkeit zu komplementieren, ist es auch √∂konomisch im Vorteil, weil es nicht bereits nach wenigen Monaten ausgetauscht werden muss – wird ein Projekt nur so erfolgreich, wenn sich auf allen Ebenen koordiniert daf√ľr eingesetzt wird.

NikolasKrauseR3

DOMO

Auch wenn es nat√ľrlich noch viel besser w√§re, wenn ein DOMO gar nicht n√∂tig w√§re, wenn Flucht und Vertreibung ein Ende h√§tten, muss der aktuellen Situation begegnet werden. Denn leider sind die Zeltst√§dte, die wir nur von Fotos kennen, f√ľr viele Menschen die darin leben keine √úbergangsl√∂sung. Oft ist die R√ľckkehr in die Heimat nicht m√∂glich. Die Menschen leben dort teilweise viele Jahre. Auch den Menschen, die aus armen Regionen in die Slums am Rande gro√üer St√§dte ziehen, w√§re ganz sicher mit einem DOMO zumindest ein bisschen geholfen. Und die Dimension der Problematik ist gewaltig. Laut Sch√§tzungen der Vereinten Nationen wird im Jahr 2050 ein Drittel der Weltbev√∂lkerung in sogenannten informellen Behausungen leben.

NikolasKrauseR1

more DOMO

Also Daniel und Jochen, macht weiter so und haltet uns und den Rest der Republik auf dem Laufenden, DOMO arigato!

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10 Finalisten im Wettbewerb ‚ÄöFit f√ľr den Klimawandel‚Äė 2014 stehen fest

Wer gewinnt den Wettbewerb ‚ÄöFit f√ľr den Klimawandel‚Äė 2014? Zehn Projekte aus Bremen, Bremerhaven, Verden, Gro√üenkneten, Wildeshausen, Garrel, Emtinghausen und Meerbusch sind in dem mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Wettbewerb f√ľr das Finale nominiert. In den beiden Kategorien >>Umgesetztes Projekt<< und >>Idee<< reicht die thematische Bandbreite von angepasster Energieversorgung in der Ern√§hrungsbranche und St√§dten √ľber Innovationen aus den Bereichen Bauwesen, Land- und Hafenwirtschaft bis hin zu nachhaltigem Wissenstransfer und intelligenter Vernetzung. Am 24. Februar 2014 werden die Gewinner bei der Preisverleihung im Rahmen der internationalen ‚Äönordwest2050‚Äė-Abschlusskonferenz im Bremer Rathaus gek√ľrt.

Gesucht waren innovative Klimaanpassungsma√ünahmen f√ľr den Nordwesten Deutschlands von Unternehmen, Start-Ups, Studierenden und anderen kreativen K√∂pfen. Zum Einen konnte man mit bereits umgesetzten oder in der Umsetzung befindliche Klimaanpassungsma√ünahmen an den Start gehen. Zum Anderen konnte man sich auch mit Ideen bewerben, die zuk√ľnftige klimawandel- und energiewendebedingten Herausforderungen im Energiesektor bew√§ltigen k√∂nnen. In einem Online- Bewertungsverfahren beurteilte ein unabh√§ngiges, nationales Expertenkomitee aus Wirtschaft und Wissenschaft die eingereichten Projekte. Die Bewerbungen von Student Thomas Hoffmann, Kornkraft Naturkost GmbH, D. Meyer K√ľhlanlagen GmbH, Architekturb√ľro Dechantsreiter, Onlyglass GmbH, Biohof Bakenhus, bremenports GmbH & Co. KG, Protea – Datenbankentwicklung und GIS-Service, Wilhelms GmbH und Radeke Energie GbR haben sich gegen die Mitbewerber durchgesetzt und ziehen nun ins Finale ein.

 

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