Meldungen

Windkraftanlage auf Ziegelschornstein

Klimafonds fördert Pilotprojekt am Kulturzentrum Schlachthof

(c)Scheffka

Start frei f√ľr die erste vertikalachsige Windkraftanlage in Bremens Innenstadt: Ralf Manke, dynamo urbane*windkraft, und Matthias Otterstedt, Baubeauftragter des Schlachthofs, bei der Montage der Anlage am Kulturzentrum Schlachthof. (c) Scheffka

Sie sieht aus wie ein gro√üer Quirl, arbeitet nahezu ger√§uschlos und ist in bislang einzigartiger Weise auf einen Ziegelschornstein montiert. Bremens erste urbane vertikalachsige Windkraftanlage ist k√ľrzlich unter gro√üer medialer Aufmerksamkeit am Kulturzentrum Schlachthof von Umweltsenator Dr. Joachim Lohse in Betrieb genommen worden. Sie produziert k√ľnftig rund 5.500 Kilowattstunden Strom pro Jahr, vermeidet dabei knapp 5 Tonnen CO‚āā und ist in Sachen Nutzung von st√§dtischer Windkraft ein Pilotmodell. Die Anlage wird aus Mitteln des swb proNatur-Fonds, vom Schlachthof selbst und aus dem Klimafonds der Bremer Umweltpartnerschaft finanziert, in den auch ecolo f√ľr seine unvermeidbaren CO‚āā-Emissionen einzahlt. Die Bedeutung von Bremens erster urbaner Windkraftturbine liegt vor allem in der Signalwirkung, denn w√§hrend die Nutzung der Sonnenenergie in St√§dten √ľblich ist, steht die Windkraft in urbanen R√§umen noch ganz am Anfang.

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Die erste vertikalachsige Windkraftanlage in Bremens Innenstadt (c) Scheffka

Mit der Pilotanlage auf dem Schlachthof-Schornstein soll f√ľr die Akzeptanz von sauberer Energie aus Wind geworben und gleichzeitig gezeigt werden, dass Klimaschutz direkt vor der eigenen Haust√ľr m√∂glich ist. Aus dem Klimafonds wurden in diesem Jahr mit insgesamt 16.300 Euro Zuschuss neben dem Kulturzentrum auch die Stiftung St. Petri Waisenhaus, das Schn√ľrschuh Theater und das Hafenmuseum Speicher XI gef√∂rdert. M√∂glich wird das Dank der finanziellen Unterst√ľtzung von Bremer und Bremerhavener Unternehmen. Die jetzt gef√∂rderten Projekte f√ľhren k√ľnftig zu einer Klimaentlastung von rund 20.000 Kilogramm Kohlendioxid pro Jahr.

 

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Klimaschutz in der Sommerpause

ecolo erwirbt vier Wiedervern√§ssungs-Zertifikate f√ľr das Klimamoor Dorum

(c) Rainer Klinke_pixelio.de

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Wie war das doch gleich mit dem Vorbildcharakter? Klar, das ecolo-Team lebt das, was es kommuniziert. So zahlen wir f√ľr unsere unvermeidbaren CO2-Emissionen in den Klimafonds ein geldwertes √Ąquivalent ein und 2012 wurde unser B√ľro von B.A.U.M. e.V. im Wettbewerb ‚ÄěB√ľro & Umwelt‚Äú f√ľr seine umweltfreundlichen Standards ausgezeichnet.

Als j√ľngste Klimaschutzaktivit√§t hat Andreas Lieberum vier sogenannte Moorland-Zertifikate erworben, deren Erl√∂s der Wiedervern√§ssung des Dorumer Moors n√∂rdlich von Bremerhaven zugute kommt. Denn entw√§sserte Moore sto√üen viel CO2 aus und sind daher ein immer noch untersch√§tzter Klimafaktor. Dar√ľber hinaus f√∂rdert derKauf der Zertifikate auch den Arten- und Naturschutz.

Das Moorland-Projekt wurde vom BUND Landesverband Bremen zusammen mit anderen Akteuren aus der Metropolregion Bremen-Oldenburg mit dem Ziel gestartet, dass Touristen einen gewissen Ausgleich f√ľr das Kohlendioxid leisten, das w√§hrend ihres Aufenthaltes ausgesto√üen wird. Nat√ľrlich k√∂nnen aber auch alle anderen Klimasch√ľtzer symbolisch ein St√ľck Moor kaufen, Besitzer des ersten Moorland-Zertifikats ist Bundespr√§sident Joachim Gauck.

 

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Doppelter Grund zur Freude

Deutschlands erstes Gr√ľnes Science Center hat in den letzten f√ľnf Jahren seinen Kohlendioxidaussto√ü um √ľber 20 Prozent gesenkt. In Anerkennung dieser Leistung verlieh Staatsr√§tin Gabriele Friderich dem Unternehmen am 26. Juli im Namen des Senators f√ľr Umwelt, Bau und Verkehr den Titel „Klimaschutzbetrieb CO2-20“ 2013. Im Anschluss wurde das Naturerlebniszentrum feierlich als 141. Mitglied in die Bremer Umweltpartnerschaft ‚puu‘ aufgenommen.

Umwelt-Staatsr√§tin Gabriele Friderich √ľberreicht botanika-Gesch√§ftsf√ľhrerin Petra Sch√§ffer die Urkunde zum "Klimaschutzbetrieb" 2013 (v.l.n.r.)

Umwelt-Staatsr√§tin Gabriele Friderich √ľberreicht botanika-Gesch√§ftsf√ľhrerin Petra Sch√§ffer die Urkunde zum „Klimaschutzbetrieb“ 2013 (v.l.n.r.)

Kontinuierlich werden in der botanika Energiespar-Ideen umgesetzt und damit die im Haus erzeugten CO2-Emissionen gemindert. So wurde das neue Bildungszentrum nach Passivhausstandard errichtet. Auch Teilbereiche der Ausstellung wurden energetisch saniert und in den B√ľros und Ausstellungsr√§umen wurden energiesparende Lichtquellen installiert. Die gr√∂√üte Energie- und CO2-Reduktion bringt der botanika jedoch die Inbetriebnahme eines Blockheizkraftwerkes. Seit dem Fr√ľhjahr 2012 wird damit die Energieeffizienz erheblich gesteigert. Zus√§tzlich tragen vergleichsweise kleine Ma√ünahmen zum Gesamtbild bei: Vom Kugelschreiber bis zum Papier ‚Äď bei der B√ľroarbeit achtet das Team auf umweltfreundliche Materialien und der Shop achtet auf einen nachhaltigen Einkauf. Das Thema Nachhaltigkeit spiegelt sich auch in den Veranstaltungen wider: So finden die Messen ‚ÄöMarkt der Gr√ľnen Branche‚Äė und ‚ÄöFairFair‚Äė regelm√§√üig statt.

Die ‚initiative umwelt unternehmen‘ hat die Auszeichnung „Klimaschutzbetrieb“ bislang 35 Mal vergeben. Gerade vor einigen Tagen wurde in der Bremer Neustadt das Hotel Westfalia zum zweiten Mal ausgezeichnet.

Zusammen reduzieren die Klimaschutzbetriebe ihren CO2-Aussto√ü derzeit um rund 15.600 Tonnen CO2 pro Jahr, das entspricht dem durchschnittlichen Kohlendioxidaussto√ü von mehr als 1.400 B√ľrgerinnen und B√ľrgern.

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B√ľrohund f√ľr einen Tag

Tierische Schnupperstunden bei ecolo

Regan und Chili

B√ľrohund Chili

Bereits zum 6. Mal veranstaltet der Deutsche Tierschutzbund den Aktionstag Kollege Hund, mit dem Ziel, Ber√ľhrungs√§ngste dort zu √ľberwinden, wo Hunde bislang nicht willkommen waren. Der Kollege Hund tr√§gt laut Veranstalter zu einem besseren Arbeitsklima bei. So soll beispielsweise ein kurzer Spaziergang oder die Besch√§ftigung mit dem Tier besonders in Stresssituationen entspannen.

Deutschlandweit nehmen etwa 1.000 Unternehmen teil und in diesem Jahr auch ecolo. Zu Gast ist die f√ľnfj√§hrige Mischlingsdame Chili. Sie bereichert das Team mit ihrer Intelligenz und positiven Einstellung, √ľberzeugt mit Lernf√§higkeit und einem ausgepr√§gten Spieltrieb.

Wir w√ľnschen unserer¬† ‚ÄěKollegin auf Zeit‚Äú interessante Schnupperstunden!

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ecolo-Talk mit Koryphäe Niko Paech

Talkrunde zum Thema ‚ÄěNachhaltigkeit ‚Äď reicht das?‚Äú

Niko Paech, √Ėkonom und au√üerplanm√§√üiger Professor am Lehrstuhl f√ľr Produktion und Umwelt an der Carl-von-Ossietzky Universit√§t Oldenburg, gro√üer Wachstumskritiker und aktiver Nutzer von Verschenk- und Tauschb√∂rsen, war am Montag zu Gast bei ecolo. Mit seinem Buch √ľber die ‚ÄěBefreiung vom √úberfluss: Auf dem Weg in die Postwachstums√∂konomie‚Äú wurde er bekannt. ecolo hat ihn eingeladen, gemeinsam mit Gesch√§ftspartnerinnen und -partnern von BUND, energiekonsens, RKW Bremen, dem Senator f√ľr Umwelt, Bau und Verkehr Bremen, der Beh√∂rde f√ľr Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg und weiteren Interessierten, im Rahmen der ‚ÄěDeutschen Aktionswoche Nachhaltigkeit‚Äú √ľber seine Thesen (Pr√§sentation Postwachstumsoekonimie – Niko Paech) zu diskutieren.

Lieberum Paech Born

ecolo-Gesch√§ftsf√ľhrer Born und Lieberum mit Niko Paech (Mitte)

Als Aufh√§nger dienten die Fragen, inwieweit das Thema Nachhaltigkeit in Unternehmen verankert ist und welchen Einfluss bereits umgesetzte Ma√ünahmen auf Fragen von Wachstum, Transformation und karbonfreie Wirtschaft haben. Die kontroverse Diskussion drehte sich am Abend dann darum, wie die Anschlussf√§higkeit seiner Theorie an die Praxis aussieht. Wie schafft mensch den 2-Tonnen-CO2-Fu√üabdruck pro Jahr? Realistisch beantworten konnte nach einer Menge veganer Schnittchen, einigen Gl√§sern Wasser und Wein und vielen Ideen, Einw√§nden und Gegenthesen niemand diese Frage. Als Impulsgeber dient sie allemal, Anlass genug f√ľr alle G√§ste, den eigenen Lebensstil einmal mehr kritisch zu √ľberdenken. Auf der Suche nach Austausch, Antworten und Visionen soll dieser Talkrunde im Laufe des Jahres ein weitere folgen.

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