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IPCC ‚Äď 5. Sachstandsbericht ‚Äď und nun?

In Stockholm wurden am 27.9. die Ergebnisse der naturwissenschaftlichen Grundlagen der ersten Arbeitsgruppe als Teilbericht 1 des 5. Sachstandsberichts des IPCC vorgestellt und nur ein Wochenende später am 30.9. in Berlin in der Brandenburgischen Akademie der Wissenschaft im Rahmen einer Gemeinschaftsveranstaltung von BMU, BMBF, TU-Berlin, DKK und der Deutschen IPCC Koordinierungsstelle zur Diskussion gestellt.

Ich hatte sowieso in Hamburg einen Termin beim Climate Service Center und habe diese Gelegenheit genutzt, den kurzen Trip nach Berlin auf mich zu nehmen, um von Vertretern und Vertreterinnen der deutschen Delegation und Autoren sozusagen life zu erfahren, was denn nun noch außerhalb der medialen Aufbereitung in den Tagen davor noch so alles drin steckt in diesem Bericht.

Also, schlauer geworden bin ich nicht; au√üer dass man nun noch sicherer wei√ü, dass der Klimawandel menschengemacht ist und mit der Einf√ľhrung eines neuen und meiner Meinung nach absolut utopischen Klimaszenarios (RCP 2.5) es theoretisch gelingen k√∂nnte, das politisch gewollte 2¬į-Ziel noch zu erreichen, weil die Spannweite der globalen Mitteltemperatur nun zwischen 1,5¬į und 4,5¬į liegt.

Und jedes Mal wieder wird die Dringlichkeit (diesmal auch durch die Diskutanten auf dem Podium) bem√ľht, doch nun endlich den Zahlen auch Taten folgen zu lassen. Selbstverst√§ndlich freiwillig und unter Mitwirkung aller, weil ja der Klimawandel ein globales Problem ist und dann doch wieder nur faule Kompromisse dabei rauskommen.

Ich denke, dass wir keine weiteren wissenschaftlichen Daten ben√∂tigen. Was wir brauchen, sind klare Regularien und Vereinbarungen und Deutschland und Europa m√ľssen endlich zeigen, dass sie den gro√üen emotionalen Best√ľrzungen auch Taten folgen lassen, denn das Zeitfenster zum Handeln ist schon jetzt so klein, dass die Menschheit in vielen Teilen dieser Welt, die sich Anpassungsma√ünahmen nicht leisten k√∂nnen, kurz vor dem Abgrund steht.

Ich m√∂chte gern den Politiker kennen lernen, der in ein Flugzeug steigt, an dessen Gangway ein Schild mit der Aufschritt ‚ÄěDieses Flugzeug wird mit 95%-iger Wahrscheinlichkeit abst√ľrzen‚Äú angebracht ist.

Wer es genauer wissen will.

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Abschlussseminar auf der Noorderlicht

Noorderlicht

Segelschiff Noorderlicht

Das letzte gemeinsame Seminar unseres F√ĖJ-Jahrgangs war eine tolle Woche auf dem Segelschiff Noorderlicht. Wir starteten im Hafen von Harlingen und steuerten dann die Inseln Terschelling, Vlieland und Texel an. Auf dem Meer lie√üen wir uns den Wind um die Ohren wehen und packten tatkr√§ftig beim Segelsetzen mit an. An Land standen eine Wattwanderung, Fahrradtouren oder gem√ľtliches Shoppen in den kleinen Orten auf dem Programm. Au√üerdem besuchten wir das Ecomare auf Texel, wo wir uns √ľber den Lebensraum Meer informieren konnten und bei einer F√ľtterung der Seerobben und Schweinswale zusahen. Die letzte Nacht legten wir den Anker auf dem offenen Meer, sodass die Wellen unser Schiff gut ins Schaukeln brachten. Dann ging es auch schon wieder nach Harlingen und von da aus zur√ľck in die Heimat.
Damit r√ľckt auch das Ende meines Freiwilligen √Ėkologischen Jahres im SCB n√§her und ich blicke auf ein tolles, abwechslungsreiches Jahr mit super netten Kollegen zur√ľck. An dieser Stelle schonmal „Danke f√ľr alles!“ :-)

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Trend Tauschen

TauschobjekteDie Idee ist uralt, aber dank unserer Konsumgesellschaft fast in Vergessenheit geraten: das Tauschen. In Zeiten, wo immer fast alles von √ľberall her verf√ľgbar ist, w√§chst in vielen von uns das Bed√ľrfnis, unserer jahrzehntelang in Ruhe gro√ü gewordenen Wegwerf-Gesellschaft etwas entgegen zu setzen, bewusst und nachhaltig zu konsumieren. Viele Dinge sind einfach zu gut f√ľr die Tonne ‚Äď das proklamiert selbst Ilse Aigner in eigener Kampagne. Ich habe auch ein paar dieser ‚Äězu guten‚Äú Dinge zuhause, und da ich weder der Wegwerf- noch der Flohmarkt-Typ bin, √ľberlege ich von Zeit zu Zeit, wohin mit dem Kram.

Das letzte Mal getauscht habe ich auf der ecolo-Weihnachtsfeier beim Schrottwichteln. Es hat enormen Spa√ü gemacht, endlich war ich den Weink√ľhler los, der zehn Jahre unbenutzt auf dem K√ľchenschrank gestanden hatte. Mit einer Cupcake-Etagere aus Pappe (originalverpackt) ging ich nach Haus und dachte noch: Wie sch√∂n, die kann ich sicher beim n√§chsten Kindergeburtstag mit ein paar Muffins dekorieren. Der Geburtstag kam, das Kind w√ľnschte sich einen Piratenschiff-Kuchen und der passte nicht auf die Etagere. Also ist das Ding immer noch originalverpackt. Und mal ehrlich, werde ich jemals Cupcakes backen? Da kommt mir doch Andreas Idee, ecolo an der ‚ÄěWoche der Nachhaltigkeit‚Äú zu beteiligen und eine Tauschb√∂rse zu veranstalten, ganz gelegen. Denn Tauschen liegt im Trend, schont Ressourcen, sch√ľtzt die Umwelt und bringt Freude. Immer mehr Menschen bieten Objekte, Dienstleistungen und Ideen bei Tauschb√∂rsen an und gehen dabei selbst auf Schatzsuche. Das passt gut zu ecolo und auch zur Theorie von Wachstumskritiker Niko Paech. Den Oldenburger √Ėkonom konnten wir bereits f√ľr eine exquisite Talkrunde gewinnen.

Also hat das ecolo-Team in den vergangenen Tagen Schubladen, B√ľcherregale, Keller und Dachb√∂den durchforstet. Herausgekommen ist eine bunte Mischung an Tauschobjekten: Ob die Greatest Hits-CD von Bette Midler, ein Porzellan-Eisbecher-Set, nagelneue Wander-Sandalen, flauschige Kissenbez√ľge im Tigerlook, Spiele, Reisef√ľhrer und nat√ľrlich die Cupcake-Etagere aus Pappe ‚Äď all das wartet darauf, in einem neuen Haushalt ein zweites Leben zu beginnen. Vorbeischauen lohnt sich am Freitag, den 14. Juni zwischen 13:00 und 17:00 Uhr bei ecolo in der Jakobistra√üe 20, 28195 Bremen. Es gibt Kaffee, Kuchen und Kaltgetr√§nke, und wir tauschen nicht nur Gegenst√§nde sondern gerne auch Gedanken und gute Laune!

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ecolo und die Aktionswoche Nachhaltigkeit

ecolo hat sich schon immer f√ľr das Thema Nachhaltigkeit stark gemacht ‚Äď und zwar nicht nur als Angebot f√ľr potenzielle Kunden, sondern auch im eigenen Tun. Da kam die ‚ÄěDeutsche Aktionswoche Nachhaltigkeit, die vom Rat f√ľr Nachhaltige Entwicklung ausgerufen wurde und vom 15. bis zum 21. Juni 2013 bundesweiten l√§uft, gerade recht. Klar ist, dass es zur Bew√§ltigung der gro√üen Zukunftsfragen noch viel mehr b√ľrgerschaftliches Engagement braucht. Aus diesem Grund werden auch alle gebeten mitzumachen ‚Äď Kinder und Erwachsene, Stiftungen, Kirchen, Kinderg√§rten, Schulen, Unternehmen, St√§dte, soziale Einrichtungen, Umwelt- und Entwicklungsverb√§nde, Beh√∂rden, Ministerien, Theater und Sportvereine. Und da k√∂nnen wir nicht abseits stehen.

Also folgte ecolo dem Ruf und stellt derzeit ein buntes Programm f√ľr die Nachhaltigkeitswoche auf die Beine. Geplant werden derzeit zum Beispiel eine Talkrunde zum Thema ‚ÄěNachhaltigkeit in Unternehmen‚Äú, eine Tauschb√∂rse, ein gemeinsames Kochen am Veggi-Tag, eine Yoga-Stunde und ein Ausflug zum Thema alternative Mobilit√§t ‚Äěselbst erpaddeln und erradeln‚Äú.

Unter www.aktionswoche-nachhaltigkeit.de k√∂nnen die Teilnehmenden ihre geplanten Veranstaltungen sowie Links zur weiteren Information vorab bekannt geben. Bisher gibt es neben dem ecolo-Programm nur zwei weitere angemeldete Aktion f√ľr das Land Bremen: Die Aktion ProCent von Daimler und ‚ÄěWegweiser f√ľr Menschlichkeit – unsere Schulen!‚Äú der Bremer Aktion f√ľr Kinder. Wenn Ihr noch etwas auf Lager habt, dann einfach auf der Seite anmelden und los geht‚Äôs.

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Betriebsausflug ‚ÄěPaddel und Pedal‚Äú

Deutschland Zweier

Claudia und Joachim – der Deutschland Zweier!

Die vor vier Jahren veranstaltete Paddeltour ist bei uns allen √ľberaus positiv in Erinnerung geblieben: Vor allem die diebischen Pferde und der ‚ÄěDeutschland-Zweier‚Äú von Claudia und Joachim! Im Juni wird das Sp√§√üchen nun mit diversen Add-Ons wiederholt und man darf gespannt sein, welche Pleiten, Pech und Pannen in diesem Jahr gemeistert werden m√ľssen.

Damit die Beine der Kolleginnen und Kollegen auch Ihrem Sinn und Zweck nachkommen, hei√üt es nach der Paddeltour: Ab aufs Rad, die gesamte Strecke wieder zur√ľck! Und als w√§ren 4 Stunden paddeln und 2 Stunden Radfahren nicht genug, kommt es am Ende des Tages zum Showdown! Denn bevor es zur√ľck in Bremische Gefilde geht, hei√üt es: Der Faszination von Pfeil und Bogen erliegen (Anmerkung der Redaktion: ausschlie√ülich metaphorisch gemeint!). Wer noch dazu in der Lage ist, erprobt auf den Spuren von Robin Hood Konzentration und Geschick. Auch Baumstammangeln und Hammerwerfen stehen auf dem Programm. Man darf gespannt sein, wer am Ende des Tages die st√§rksten Nerven und ruhigsten H√§nde hat!

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