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Was bleibt von ‚Äě2050 ‚Äď Dein Klimamarkt‚Äú ?

Supaermarkt aus Pappe

Supermarkt aus Pappe

Gastbeitrag von Carolin Scheil, Studentin Sustainability Management

Am Dienstag lud die Klimaschutzagentur energiekonsens zur Abschlussveranstaltung von ‚Äě2050 ‚Äď Dein Klimamarkt‚Äú in die Hochschule Bremen ein. Man wollte Bilanz ziehen und √ľber kreative Ans√§tze der Nachhaltigkeitskommunikation diskutieren. Die Idee des Klimamarkts stellten Bj√∂rn Voigt von der ‚ÄěGruppe f√ľr Gestaltung‚Äú und Janina Schultze von energiekonsens vor: Das Projekt ‚Äě2050 ‚Äď Dein Klimamarkt‚Äú startete 2012 als innovatives Umweltkommunikationskonzept – ein Pop-Up-Laden, indem B√ľrgerinnen und B√ľrger klimafreundlich allt√§gliche Produkte ‚Äěeinkaufen‚Äú und an der Kasse auf ihrem Einkaufsbon ihre CO2-Einsparungen erfahren konnten. So erhielten die Eink√§ufer praktische Tipps, wie sie in Zukunft klimaschonender konsumieren k√∂nnen. ecolo unterst√ľtzte energiekonsens bei der Entwicklung des Kommunikationskonzepts und in der √Ėffentlichkeitsarbeit.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt gingen 15.000 Menschen im Klimamarkt ‚Äěeinkaufen‚Äú, dazu geh√∂rten neben Privatpersonen auch Gruppen von Sportvereinen, Schulklassen und Lokalpolitikern. Der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gef√∂rderte Klimamarkt tourte durch viele Bremer Stadtteile und wurde in leerstehenden Gesch√§ften aufgebaut. Zus√§tzliche Veranstaltungen wie Repair-Caf√©s und N√§hkurse lockten das Publikum, auch Shopping-Guides f√ľr einzelne Bremer Viertel wurden erstellt. Referentin Dr. Melanie Jaeger-Erben vom Institut f√ľr Sozialinnovation e. V. pr√§sentierte neue Formen des Konsums wie Car-Sharing und Urban Gardening und stellte Wege vor, wie diese gef√∂rdert und verstetigt werden k√∂nnen. Sie betonte, dass Innovationen stets einen sozialen Aspekt aufweisen ‚Äď wie auch der Klimamarkt, der erlebnisorientiert und partizipativ aufgebaut ist.

Auch besticht der Klimamarkt durch sein einzigartiges Design: ‚ÄěKlimaschutz zum Anfassen‚Äú und ‚ÄěKlimaschutz to go‚Äú waren laut Bj√∂rn Voigt das Ziel der Gestaltung ‚Äď alle Produkte des Klimamarkts bestehen aus auff√§lliger und bunt bedruckter Pappe. Projektleiterin Janina Schultze betonte, dass das Schaffen eines positiven Erlebnisses und eines Aha-Effekts das Ziel gewesen sei: ‚ÄěKleine Entscheidungen, dennoch gro√üe Effekte!‚Äú Sogar ‚ÄěStammkunden‚Äú bildeten sich, die mehrere Male mit Bekannten in den Klimamarkt zur√ľckkehrten, um ihnen den Supermarkt aus Pappe zu zeigen. Der bunte Pop-Up-Laden wanderte nicht nur durch Bremen, sondern auch durch Niedersachsen, wo das spielerische Konzept ebenfalls gut ankam: In der Gemeinde Wallenhorst besuchten vor allem Schulklassen den Klimamarkt, berichtete der lokale Klimaschutzmanager Stefan Sprenger und zeigte sich begeistert vom Interesse und Engagement der Kinder. Aktuell √∂ffnet der Klimamarkt seine T√ľren in Berseburg, bereits im M√§rz wird er in Rheinland-Pfalz aufgebaut werden.

Letztlich stellte Randy Haubner vom Bremer Informationszentrum f√ľr Menschenrechte und Entwicklung ein neues Online-Portal vor: Auf der Webseite ‚ÄěKonsum mit K√∂pfchen‚Äú k√∂nnen sich Bremerinnen und Bremer nun rund um das Thema nachhaltiger Konsum informieren. Das Portal ver√∂ffentlicht Tipps und Termine – beispielsweise dazu, wo in Bremen fair gehandelte Produkte verkauft werden und wann die n√§chste Kleidertauschparty stattfindet. Hervorgegangen ist dies Idee aus einer Kooperation mit dem Klimamarkt.

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Halbzeit im Wettbewerb ‚ÄěBlauer Kompass‚Äú

uba_blauerkompass_kv_1545x775Noch bis zum 15. M√§rz 2016 l√§uft der von ecolo organisierte Wettbewerb um die besten L√∂sungen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland. Unter dem Motto ‚ÄěBlauer Kompass ‚Äď Anpassungspioniere gesucht‚Äú zeichnet das Umweltbundesamt (UBA) lokale und regionale Ma√ünahmen aus, die konkret dazu beitragen, den Folgen zu erwartender Klima√§nderungen in den kommenden Jahrzenten begegnen zu k√∂nnen. Verb√§nde, Vereine, Unternehmen, Stiftungen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen k√∂nnen sich mit ihren Projekten bewerben.

Steigende Temperaturen, das Vordringen neuer Tier- und Pflanzenarten, Bodenerosion und Wetterextreme: Der Klimawandel wirkt in viele Bereiche des t√§glichen Lebens wie beispielsweise Gesundheitsvorsorge, Landwirtschaft oder Energieversorgung hinein und ist trotz ehrgeiziger Klimaschutzziele nicht mehr aufzuhalten. Es gilt, sich an die Folgen anzupassen und den Risiken gezielt dort zu begegnen, wo sie entstehen. In der Praxis konnten sich in den vergangenen Jahren bereits unterschiedliche Anpassungsma√ünahmen bew√§hren: Die Bandbreite reicht von Polleninformationsdiensten, neuen Getreidesorten f√ľr die landwirtschaftliche Aussaat √ľber Hochwasserschutz durch naturnahe Flussl√§ufe bis hin zum Anwerben von Katastrophenhelfern.

Im Klimaanpassungswettbewerb ‚ÄěBlauer Kompass‚Äú sind jetzt wegweisende Projekte und Ma√ünahmen gesucht, mit denen die klimawandelbedingten Risiken gemindert werden oder die die mit dem Klimawandel einhergehenden Chancen vorbildlich nutzen. Zugelassen sind Ans√§tze zur Steigerung der Anpassungskapazit√§t und Verbesserung der Widerstandsf√§higkeit. Der Wettbewerbsbeitrag muss ein Projekt sein, das entweder bereits abgeschlossen wurde oder sich konkret in der Umsetzung befindet und dar√ľber hinaus in Deutschland angesiedelt ist.

Eine hochkar√§tige Jury wird die Sieger im Wettbewerb ‚ÄěBlauer Kompass ‚Äď Anpassungspioniere gesucht‚Äú ausw√§hlen, die im Sommer 2016 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung ausgezeichnet werden. √úber die Gewinnerprojekte wird ein Film zur Pr√§sentation auf der Preisverleihung produziert, dar√ľber hinaus werden sie auf der ‚ÄěBlauer Kompass‚Äú-Webseite und im Rahmen der bundesweiten Pressearbeit vorgestellt. Infos und Bewerbungsunterlagen: www.uba.de/blauerkompass

Bewerbungsschluss: 15. März 2016
Kontakt: Lars Galwoschus

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Bauen in Bremen k√ľnftig im Zeichen des Klimaschutzes

Clever_bauen_Gruppe_05(c)energiekonsens

Auftakt der Kampagne ‚ÄěClever neu bauen! – Wohnkomfort und Energieverbrauch von Anfang an im Blick‚Äú im Niedrigstenergiehaus auf dem Stadtwerder: Michael Frenz, Pr√§sident der Architektenkammer Bremen, Hausbesitzerin Sandra Rybak, Martin Grocholl, Gesch√§ftsf√ľhrer energiekonsens, und der Architekt des Hauses Martin Kahrs.

Wer im Land Bremen k√ľnftig neu gebauten Wohnraum beziehen m√∂chte, kann ab sofort das neu gestartete Informationsprogramm der gemeinn√ľtzigen Klimaschutzagentur energiekonsens sowie der Architektenkammer und der Ingenieurkammer der Freien Hansestadt Bremen wahrnehmen. Unter dem Motto ‚ÄěClever neu bauen! Wohnkomfort und Energieverbrauch von Anfang an im Blick‚Äú kl√§ren die Macher p√ľnktlich zu Beginn der n√§chsten Bausaison √ľber die Vorteile von energie- und ressourcenschonendem Bauen auf. ecolo begleitet die Kampagne mit entsprechender √Ėffentlichkeitsarbeit.

Dass es sich lohnt, bereits bei der Bauplanung Klimaschutzaspekte zu ber√ľcksichtigen, erl√§uterte energiekonsens-Gesch√§ftsf√ľhrer Martin Grocholl beim Kampagnenauftakt in einem Niedrigstenergiehaus auf dem Stadtwerder in Bremen: ‚ÄěEnergieeffizientes und vorausschauendes Bauen ist schon heute wichtig. Nicht nur, weil sich die gesetzlichen Vorschriften f√ľr Neubauten weiter versch√§rfen, sondern auch um den Wert des Geb√§udes langfristig zu erhalten und das Klima zu sch√ľtzen. So haben Sie nicht in zwei Jahren schon einen ‚ÄöAltbau‚Äė.‚Äú

Das KfW-Effizienzhaus 40 auf dem Stadtwerder hat Martin Kahrs, Kahrs Architekten aus Bremen, entworfen. Es ist in Holzrahmenbauweise gebaut, hervorragend w√§rmeged√§mmt und muss nur wenig beheizt werden. Mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Hausdach erzeugt die Familie selbst Strom. Durch eine Kombination aus Erdw√§rmepumpe und Photovoltaik wird, wenn es doch mal n√∂tig ist, CO2-neutral nachgeheizt. Der Architekt ist erfahren in dieser Bauweise: ‚ÄěEs ist nur eine Frage der Zeit, bis sich energieeffiziente und nachhaltige Konstruktionen als zukunftsweisendes Bauen durchsetzen. Die R√ľckmeldungen unserer Kunden best√§tigen immer wieder, dass eine Kombination aus einer sinnvollen Hauskonstruktion mit sehr guten D√§mmeigenschaften unter Nutzung nachhaltiger Baumaterialien, sowie energieeffizienter Haustechnik f√ľr angenehmes Raumklima, Komfort und Wertbest√§ndigkeit sorgen.‚Äú

Sandra Rybak hat bereits clever neu gebaut: Sie zeigt uns den hohen Wohnkomfort in ihrem Niedrigstenergiehauses auf dem Stadtwerder. Gedanken √ľber die Technik braucht sie sich dabei nicht zu machen.

Sandra Rybak hat bereits clever neu gebaut: Sie zeigt uns den hohen Wohnkomfort in ihrem
Niedrigstenergiehauses auf dem Stadtwerder. Gedanken √ľber die Technik braucht sie sich dabei nicht
zu machen.

Auf einem Infoabend am 2. M√§rz 2016 in der Architektenkammer kl√§ren Experten zu allen Fragen rund um das Thema ‚ÄěWohnkomfort und Energieverbrauch von Anfang an im Blick‚Äú auf. ‚ÄěClever neu bauen!‚Äú ist eine Kampagne von der gemeinn√ľtzigen Klimaschutzagentur energiekonsens, der Architektenkammer und der Ingenieurkammer der Freien Hansestadt Bremen. www.energiekonsens.de/neubaukompass

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Vulkanismus und der Einfluss auf den Klimawandel

Soputan war bereits 2015 mehrfach aktiv. Fotoquelle: DPA

Der Vulkan Soputan ist j√ľngst in Indonesien ausgebrochen. Foto: dpa

Gastbeitrag von Carolin Scheil, Studentin Sustainability Management

Weltweit brechen bis zu 60 Vulkane j√§hrlich aus. Aktuell gerade der 1784 Meter hohe Soputan auf der Insel Sulawesi im Osten des Inselstaates Indonesien. Der seit Monaten aktive Vulkan hat erneut eine Aschewolke in die Luft geschleudert, so dass die Vulkanbeh√∂rde die zweith√∂chste Alarmstufe verh√§ngte. Dass Vulkanausbr√ľche zu den folgenschwersten Naturkatastrophen geh√∂ren und Mensch, Tier und Umwelt in gro√üe Gefahr bringen, ist allgemein bekannt. Aber haben diese Eruptionen auch einen Einfluss auf das Klima?

Tats√§chlich k√∂nnen Vulkanausbr√ľche unser Klima beeinflussen – intensive Eruptionen k√∂nnen zu einer K√ľhlung der Erde f√ľhren. Unter den Gasen, die w√§hrend der Eruption ausgesto√üen werden, befinden sich unter anderem Schwefeldioxide. Wenn diese in die Stratosph√§re gelangen, transformieren sie sich in einem chemischen Prozess in Aerosole. Diese Aerosole blocken die Sonneneinstrahlung zur√ľck ins Weltall, so dass die W√§rme nicht zu uns auf die Erde dringen kann. Die St√§rke dieses Effekts ist allerdings begrenzt und die Wirkung verfliegt nach einigen Jahren. Der von uns Menschen verursachte Klimawandel kann durch diesen Effekt leider nicht ausgeglichen werden.

Die globale Erw√§rmung im Zuge des Klimawandels hat wahrscheinlich auch zur Folge, dass weltweit mehr Vulkane ausbrechen werden: Mit steigenden Temperaturen werden weltweit Gletscher schmelzen. So wird in Zukunft weniger Gewicht auf den kontinentalen, durch den angestiegenen Meeresspiegel hingegen eine h√∂here Last auf den ozeanischen Krusten liegen. Die Auswirkungen solcher Schwankungen tragen sich bis ins Erdinnere: Auch dort verschieben sich die Spannungen und Druckverh√§ltnisse. So k√∂nnen mehr Wege entstehen, √ľber die das Magma die Erdkruste durchbrechen kann.

Jedoch m√ľssen wir uns in Deutschland noch keine allzu gro√üen Sorgen machen: Zwar gibt es auch bei uns Vulkane (z. B. in der Eifel), jedoch ‚Äěschlummern‚Äú sie schon seit tausenden von Jahren. Laut Forschern gibt es bisher auch keine Anzeichen daf√ľr, dass sich dies in den n√§chsten Jahren √§ndern sollte.

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Wer bietet mehr? Paris und die Wirklichkeit!

Wenn m√∂glich, soll ein Erw√§rmungslimit von deutlich unter 2¬į Grad erreicht werden ‚Äď ohne Frage ein Erfolg von Paris und auch eine wichtige Zielmarke f√ľr die politischen Entscheidungen, die nun hoffentlich auch folgen werden. Von einer Dekarbonisierung der Gesellschaft bis 2050 ist nun die Rede und auch von 35 Unternehmen ‚Äď unter ihnen solch wohlklingende Namen wie die Commerzbank, Aldi S√ľd oder Adidas ‚Äď wurde eine Erkl√§rung zum Klimaabkommen von Paris unterzeichnet, in dem genau daf√ľr nun die richtigen Weichenstellungen von der Politik verlangt werden, aber auch die Bereitschaft der Unterzeichner, sich aktiv zu beteiligen. Und auch die Umweltverb√§nde stimmen in dieses Einheitslob mit ein und sind sich mit marginalen Unterschieden dar√ľber einig, dass Paris ein Erfolg ist.

Dennoch ist schon die heutige Realit√§t weit davon entfernt, dieses Ziel auch nur ann√§hernd zu erreichen. So liegt die Temperatur in der Arktis schon jetzt bei 2¬į Grad √ľber dem durchschnittlichen Mittel von 1961-1990 und im Pazifik kommt f√ľr einige Inselstaaten Paris sowieso zu sp√§t. Und auch die Wissenschaft ist sich eigentlich dar√ľber einig, dass 1,5 oder 2,0 ¬į Grad zwar ein wichtiges Signal aber eben auch nur ein politisches ist.

Und noch etwas sollte allen klar sein: wer die Ergebnisse von Paris wirklich ernst nimmt, meint damit in der Umsetzung eine vollst√§ndige Abkehr vom wirtschaftlichen System, so wie wir es bisher kennen. Der Paradigmenwechsel von Wachstum auf Balance mit den nat√ľrlichen Prozessen erzwingt eine Verabschiedung vom Kapitalismus. Man kann gespannt sein, wer daf√ľr bereit ist.

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