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Filmtipp: Alles auf Sand gebaut

Baustoff Sand

Baustoff Sand

Irgendwie wusste ich es schon immer: der Ressourcenverbrauch hat Ausma√üe angenommen, die die Rohstoffkapazit√§ten des Lagers Erde bei weitem √ľbersteigen. Besonders radikal wird es bei der Betrachtung des sog. ‚ÄěOvershoot-Day‚Äú, also dem Tag im Jahr, an dem die nat√ľrlichen Ressourcen der Erde verbraucht sind. Lag dieser 1993 noch am 21. Oktober, war es zehn Jahre sp√§ter schon der 22. September und letztes Jahr bereits der 20. August (Quelle: Global Footprint Network).

Was ich aber √ľberhaupt nicht im Blick hatte, war der Verbrauch der Ressource Sand. Und da hat die Ausstrahlung des Films ‚ÄěSand – Die neue Umweltzeitbombe‚Äú auf arte am 22.4. mir tats√§chlich selbigen aus den Augen gewischt und Tr√§nen hineingetrieben. Unglaublich, welche Mengen mittlerweile legal und illegal vom Meeresboden abgesaugt werden (inkl. allem was sich da bewegt und was dort w√§chst); einschlie√ülich brutaler Folgen f√ľr die regionale Fischwirtschaft und die Existenz von Inseln (Beispiel Malediven).

Schwindende Ressource Sand: Sand ist heutzutage Bestandteil zahlreicher Alltagsprodukte, häufiger noch als Erdöl.

Schwindende Ressource: Sand ist heutzutage Bestandteil zahlreicher Alltagsprodukte, häufiger noch als Erdöl.

Auch wenn die Recyclingquote von Bauschutt in Deutschland mit ca. 70 % weltmeisterlich ist (aus: 5. Monitoringbericht Bauabfälle der Arbeitsgemeinschaft Kreislaufwirtschaftsträger Bau); im globalen Maßstab ist das nur ein Tropfen auf den heißen Sand. Und ob wir mit Konzepten zur hochwertigen Verwertung von Baustoffen und der immer wichtiger werdenden Wiederverwendung von Bauteilen die mit dem Sandabbau verbundenen Folgen wirklich noch aufhalten können, ist stark zubezweifeln.

Wer dennoch im Kleinen (also hier vor Ort) etwas tun will, sollte sich erstens √ľberlegen, ob es immer das neue Bad, der neue Fu√üboden etc. sein muss, oder ob nicht auch die Bauteilb√∂rse in Bremen (und anderswo) einen ungew√∂hnlichen Blickfang aus den 60-er Jahren bietet.

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Der ganz normale Wahnsinn am Herd…

Kochen macht ja eigentlich Spa√ü. Bisschen schnibbeln hier, w√ľrzen da und dann gem√ľtlich genie√üen. Am besten in gro√üer Runde. Denkste! Um heutzutage alle unter einen kulinarischen Hut beziehungsweise an den selben Kochtopf zu bekommen, muss man gef√ľhlt erst mal zwei Semester Ern√§hrungswissenschaften, Medizin und mindestens eines im Bereich Sprachwissenschaften belegen. Das zeigen beispielsweise auch die neueren Folgen des ‚ÄěPerfekten Dinners‚Äú. Nach der Bekanntmachung wird in der Regel direkt nachgehakt, ob jemand gluten-oder laktoseintolerant ist bzw. sonstige Allergien oder Unvertr√§glichkeiten¬† anmelden m√∂chte.

Kompliziert wird‚Äôs f√ľr den Koch oder die K√∂chin dann meistens richtig, wenn von G√§sten behauptet wird, man w√§re Flexitarier, Locavores oder ein Freefrom. Jawohl! L√§ngst wird nicht mehr nur zwischen Fleischessern, Vegetariern oder Veganern ¬†unterschieden. Das neue Essverhalten bringt nat√ľrlich auch, wie soll es anders sein, Wortneusch√∂pfungen mit sich.

Meine persönlichen Top 5 im Überblick:

Flexitarier sind Teilzeit-Vegetarier. Sie essen bewusst wenig Fleisch, verzichten aber doch nicht ganz auf Schinken oder Schnitzel. Beim Fleischeinkauf achten sie auf Herkunft und Tierhaltung.

Als Pescetarier werden Menschen bezeichnet, die zwar eigentlich Vegetarier sind, bei Fisch und Meeresfr√ľchten aber eine Ausnahme machen.

F√ľr Frutarier sind nicht nur tierische Produkte tabu. Sie essen nur pflanzliche Produkte, bei denen die Pflanze nicht besch√§digt wurde. N√ľsse und Fallobst, zum Beispiel. Kartoffeln und Karotten stehen nicht auf dem Speiseplan von Frutariern. Tomaten und Soja hingegen sind wiederum in Ordnung.

Locavores essen verstärkt regionale Produkte. Das Essen sollte nicht mehr als 200 Kilometer weit transportiert worden sein.

Freefroms verzichten auf Inhaltsstoffe wie Gluten, Fruktose oder auch Laktose, um Darmprobleme zu vermeiden. F√ľr die Wirtschaft wird dieser Bereich immer wichtiger: Mehr als 20 Prozent der Bev√∂lkerung in Industriel√§ndern sind von einer Lebensmittelunvertr√§glichkeit betroffen, Tendenz steigend.

Na dann, Mahlzeit!

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