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Bremer Umweltpreis 2015 gestartet

Die Bremer Aufbau-Bank (BAB) ruft Firmen im Land Bremen auf, sich um den Bremer Umweltpreis 2015 zu bewerben. Der Unternehmenswettbewerb fĂŒr innovative Umweltlösungen aus Bremerhaven und Bremen lĂ€uft bis zum 30. September 2015 und ist mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro dotiert. ecolo organisiert den Wettbewerb mittlerweile zum siebten Mal.

Logo_BUP Die Schirmherrschaft fĂŒr den diesjĂ€hrigen Wettbewerb hat Bremens Senator fĂŒr Umwelt, Bau und Verkehr Dr. Joachim Lohse ĂŒbernommen. „Die Bewerbung um den Bremer Umweltpreis ist eine gute Plattform fĂŒr die Betriebe. So können sie ihre BemĂŒhungen, die Umweltwirkungen in ihren WerkstĂ€tten oder bei ihren Dienstleistungen nachweislich verbessert zu haben, prĂ€sentieren. Gleichzeitig motivieren sie andere Unternehmen nachhaltiger und umweltfreundlicher zu handeln. Ihre WettbewerbsbeitrĂ€ge haben somit Vorbildcharakter und helfen, die Klimaschutzziele des Landes zu erreichen. Die Ausschreibung ergĂ€nzt die AktivitĂ€ten der Bremer Umweltpartnerschaft auf ideale Weise. Ich habe deshalb sehr gern die Schirmherrschaft fĂŒr den Bremer Umweltpreis 2015 ĂŒbernommen“, so der Umweltsenator anlĂ€sslich des Wettbewerbsstarts.

Gesucht werden Projekte oder Verfahren, die die Umwelt besonders entlasten. Das können sowohl eine energieeffiziente oder ressourcenschonende Produktion wie auch eine herausragende umweltorientierte Strategie mit Wirkung in alle Unternehmensbereiche sein. Des Weiteren haben Produkte und Dienstleistungen, die in ihrer Nutzung und Anwendung den Umwelt- und Klimaschutz befördern, oder UmweltaktivitÀten im Rahmen ganzheitlicher CSR-Strategien gute Chancen im Wettbewerb um den Bremer Umweltpreis 2015.

Die BAB, die seit Neuestem unter der Marke „Förderbank fĂŒr Bremen und Bremerhaven“ auftritt, schreibt den Bremer Umweltpreis 2015 aus. Sie unterstĂŒtzt Unternehmen, verantwortlich und ressourcenschonend zu wirtschaften und mit innovativen Umweltideen die WettbewerbsfĂ€higkeit der Region zu steigern. „Mit dem Bremer Umweltpreis möchten wir verstĂ€rkt Firmen darauf aufmerksam machen, dass nachhaltiges Wirtschaften essentiell ist, um sich langfristig und nachhaltig am Markt behaupten zu können. Darum prĂ€mieren wir gute, zukunftsweisende Umweltinnovationen und fördern auch kĂŒnftig Unternehmen, deren Vorhaben Umwelt und Klima schĂŒtzen“, erlĂ€utert Ralf Stapp, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der BAB, die Idee hinter dem Wettbewerb. Die BAB, die jetzt auch offizieller Kooperationspartner von ‚umwelt unternehmen‘ ist, leistet mit der Ausrichtung des Bremer Umweltpreises einen wichtigen Beitrag zur Beförderung der Bremer Umweltpartnerschaft. Denn alle im Wettbewerb nominierten Firmen können anschließend Netzwerkpartner werden.

Bewerben können sich bis zum 30. September 2015 ausschließlich Unternehmen, die mehrheitlich in privatwirtschaftlicher Hand sind und einen Sitz im Land Bremen haben. Auf Initiative von Bremens Senator fĂŒr Umwelt, Bau und Verkehr, werden seit 2003 Umweltpreise an Firmen in der Region verliehen. Des Weiteren unterstĂŒtzen mit dem Know-how ihrer Umwelt- und Energie-Expertinnen und Experten die Handelskammer Bremen, die Handwerkskammer Bremen, die Klimaschutzagentur energiekonsens, die IHK Bremerhaven, die Wirtschaftsfördergesellschaften BIS und WFB sowie das RKW Bremen den Bremer Umweltpreis 2015.

www.bremerumweltpreis.de

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Dokumentenserver Klimawandel stellt Wissen fĂŒr alle bereit

Seit dem 13. Juli sind Forschungsergebnisse zum Klimawandel frei im Netz verfĂŒgbar. Der „Dokumentenserver Klimawandel“ bĂŒndelt Erkenntnisse und Materialien aus Forschungsprojekten, wie Berichte, Bildungsmaterialien, Flyer, Filme und vieles mehr. Bereitgestellt wird das Wissensarchiv von der Hamburg University Press, dem Open-Access-Verlag der Staats- und UniversitĂ€tsbibliothek Hamburg, und dem Climate Service Center 2.0.

ForschungsverbĂŒnde und Wissenschaftler haben die Möglichkeit, thematisch relevante Dokumente auf dem „Dokumentenserver Klimawandel“ zur VerfĂŒgung zu stellen. Das Wissensarchiv ist offen fĂŒr die Allgemeinheit sowie fĂŒr Akteure aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft. Ziel der Online-Datenbank ist, wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen zum Klimawandel dauerhaft leicht auffindbar zu machen, auch nachdem die Projekte ausgelaufen sind.

Bisher ist insbesondere die bundesweite Fördermaßnahme KLIMZUG (Klimawandel in Regionen zukunftsfĂ€hig gestalten) mit ĂŒber 400 Dokumenten im Online-Wissensarchiv erfasst. ecolo war daran innerhalb des regionalen Verbundprojekts „nordwest2050 – Perspektiven fĂŒr klimaangepasste Innovationsprozesse in der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten“ zwischen 2008 und 2014 beteiligt. In nordwest2050 wurden fĂŒr die drei Wirtschaftssektoren ErnĂ€hrung, Energie sowie Hafen und Logistik die Verletzlichkeiten durch den Klimawandel bestimmt und sogenannte „Roadmaps“ der Klimaanpassung fĂŒr die Modellregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten erarbeitet. Auch hierzu wurden zahlreiche Dokumente in der Online-Wissensdatenbank bereitgestellt.

Zu finden ist der „Dokumentenserver Klimawandel“ unter: http://edoc.sub.uni-hamburg.de/klimawandel/home

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Praxis Bau: So geht Kreislaufwirtschaft!

Fast 40 GĂ€ste aus ganz Deutschland kamen zum Abschluss des Projekts „Entwicklung zukunftsfĂ€higer Instrumente zum bewussteren Umgang mit gebrauchten Bauteilen“ am Dienstag, den 7. Juli, zusammen. Die Konferenz fand in den RĂ€umen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in OsnabrĂŒck statt, die das Projekt vier Jahre lang förderte und mit der Projektleiterin Frau Exner immer eine treibende Kraft als Ansprechpartnerin hatte. Auch ecolo begleitet das Projekt bereits seit Jahren, berĂ€t und organisiert Veranstaltungen, wie auch diese Abschlusskonferenz.

Projektleiter aus Gronau, Luckenwalde, SaarbrĂŒcken und Aachen prĂ€sentierten ihre RĂŒckbauprogramme und zeigten Bauwerke, die sie (fast) ausschließlich mit gebrauchten Bauteilen umsetzten. Ute Dechantsreiter, Vorstand des Bundesverbands bauteilnetz Deutschland e.V., fasste die Fortschritte der letzten Jahre zusammen und gab einen Ausblick darĂŒber, welche Herausforderungen in der Zukunft noch zu meistern sind.

Die Wiederverwendung von Bauteilen hat viele Vorteile: Der sparsame Umgang mit Ressourcen wird gefördert und regt so eine nachhaltigere Arbeitsweise in der Baubranche an. Zudem entstehen durch die GrĂŒndung regionaler Bauteilbörsen neue ArbeitsplĂ€tze. Durch die Wiederverwendung alter Bauteile kann sogenannte Graue Energie – die Menge an Energie, die fĂŒr ein Produkt von der Herstellung bis zur Entsorgung benötigt wird – eingespart werden. So wird weniger CO2 emittiert und das Klima geschĂŒtzt. Außerdem werden AbfĂ€lle und so auch teure Entsorgungskosten vermieden.

„Der Abfall von gestern ist der Rohstoff von morgen!“, bekrĂ€ftigte auch Anja Zens, Projektleiterin des Counter Entropy House. Sie prĂ€sentierte das mit Studenten der RWTH Aachen entworfene und realisierte 46mÂČ umfassende Haus, das aus gebrauchten Bauteilen und sog. SekundĂ€rrohstoffen besteht und ausschließlich ĂŒber Solarenergie versorgt werden kann.

Bauteilbörsen fĂŒr mehr Ressourceneffizienz

Neben Ressourcenschonung betont Michael BĂ€r die sozialen Vorteile bei der Arbeit im GebrauchtBauMarkt SaarbrĂŒcken.

Projektleiter des GebrauchtBauMarkts in SaarbrĂŒcken, Michael BĂ€r, ging besonders auf den sozialen Aspekt der Bauteilewiederverwendung ein. Er berichtete von seinen positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Langzeitarbeitslosen: Die Arbeit in der Bauteilbörse sei sinnstiftend und verhelfe den Menschen zu mehr Selbstbewusstsein. Gleichzeitig wĂŒrden sie qualifiziert und erhielten so bessere Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Die GĂ€ste diskutierten auch Möglichkeiten, wie das Themas Bauteilewiederverwendung in die Ausbildungsberufe im Bereich Bau integriert werden kann, um jĂŒngere Menschen fĂŒr den nachhaltigen Umgang mit Baumaterialien zu sensibilisieren. Auch tauschten die GĂ€ste sich ĂŒber die teils noch unklaren rechtlichen Bedingungen beim Umgang mit gebrauchten Bauteilen aus und erwogen Wege, wie in der Gesellschaft noch mehr Akzeptanz fĂŒr die die Werte in alten Bauteilen erreicht werden kann.

Mehr Informationen zum Thema Bauteilewiederverwertung gibt es auf den Seiten des bauteilnetz Deutschland und konkrete Bauteile bei der bauteilbörse bremen.

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