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Konferenz zu Klimawandel im K√ľstenraum

Von der Wissenschaft zu den handelnden Akteuren

Am 29. September fand im Alten Pumpwerk in Bremen-Findorff die 5. Regionalkonferenz des REKLIM-Forschungsverbundes „Regionale Klima√§nderungen – Ursachen und Folgen“ der Helmholtz-Gemeinschaft statt. Schwerpunkt der Konferenz in diesem Jahr waren die Auswirkungen des Klimawandels im K√ľstenraum. 130 Personen folgten den vielschichtigen Vortr√§gen, die einen Bogen vom globalen Klimawandel √ľber „die Nordsee im Klimawandel“ bis zum Klimawandel in Nordwestdeutschland schlugen und auch die Wahrnehmung des Themas in der Bev√∂lkerung nicht au√üen vor lie√üen. Eingerahmt von zehn Vortr√§gen fand, nach dem rein vegetarischen Mittagessen, eine aufschlussreiche Podiumsdiskussion mit Dr. Joachim Lohse (Senator f√ľr Umwelt, Bau und Verkehr, Bremen), Gerd-R√ľdiger K√ľck (Staatsrat bei der Senatorin f√ľr Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, Bremen), Prof. Dr. Karin Lochte (Direktorin Alfred-Wegener-Institut), Prof. Dr. Peter Lemke (Wissenschaftlicher Koordinator REKLIM) und Uwe Dahl (Gesch√§ftsf√ľhrer hanseWasser) zum Thema „Herausforderung Klimawandel ‚Äď Forschung und Gesellschaft im Dialog“ statt. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass der Dialog zwischen Wissenschaft und Stakeholdern verbessert werden m√ľsse. Hervorgehoben wurde zudem, wie vorbildlich einige lokale Unternehmen wie beispielsweise hanseWasser in Sachen Klimaschutz und¬† Klimaanpassung bereits t√§tig sind.

Auch ecolo-Gesch√§ftsf√ľhrer Andreas Lieberum war auf der Konferenz mit einem Vortrag zu „nordwest2050 ‚Äď von der Vulnerabilit√§tsanalyse zur Klimaanpassungsstrategie“ vertreten. Nach einer auflockernden Vorstellung dieses transdisziplin√§ren Forschungsprojektes anhand eines viermin√ľtigen Kurzfilmes brachte er den Konferenzteilnehmern die Herausforderungen und konkreten Erfahrungen von nordwest2050 in Form eines Theaterst√ľcks mit zwei Akten n√§her.

Im Anschluss an diese vergleichsweise andersartige Pr√§sentation konzentrierten sich die letzten beiden Vortr√§ge auf die n√∂tigen Anpassungsstrategien und den Hochwasserschutz im Land Bremen. Bremen ist von allen Bundesl√§ndern am st√§rksten √ľberflutungsgef√§hrdet; ohne Deiche w√ľrde die Nordsee bei Sturmflut bis in die Bremer Innenstadt vordringen. Anschaulich wurde dargestellt, welche Ma√ünahmen im Stadtgebiet Bremen und Bremerhaven bereits durchgef√ľhrt wurden und welche Deiche und Hochwasserschutzanlagen in den kommenden Jahren noch erh√∂ht werden m√ľssen.

Kr√∂nender Abschluss der Veranstaltung war die Vorstellung der Wissensplattform „meereisportal.de“ mit der daran anschlie√üenden Preis√ľbergabe der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ an das Portal als ein „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“.

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