Alle Beiträge Dezember2015

Wer bietet mehr? Paris und die Wirklichkeit!

Wenn m√∂glich, soll ein Erw√§rmungslimit von deutlich unter 2¬į Grad erreicht werden ‚Äď ohne Frage ein Erfolg von Paris und auch eine wichtige Zielmarke f√ľr die politischen Entscheidungen, die nun hoffentlich auch folgen werden. Von einer Dekarbonisierung der Gesellschaft bis 2050 ist nun die Rede und auch von 35 Unternehmen ‚Äď unter ihnen solch wohlklingende Namen wie die Commerzbank, Aldi S√ľd oder Adidas ‚Äď wurde eine Erkl√§rung zum Klimaabkommen von Paris unterzeichnet, in dem genau daf√ľr nun die richtigen Weichenstellungen von der Politik verlangt werden, aber auch die Bereitschaft der Unterzeichner, sich aktiv zu beteiligen. Und auch die Umweltverb√§nde stimmen in dieses Einheitslob mit ein und sind sich mit marginalen Unterschieden dar√ľber einig, dass Paris ein Erfolg ist.

Dennoch ist schon die heutige Realit√§t weit davon entfernt, dieses Ziel auch nur ann√§hernd zu erreichen. So liegt die Temperatur in der Arktis schon jetzt bei 2¬į Grad √ľber dem durchschnittlichen Mittel von 1961-1990 und im Pazifik kommt f√ľr einige Inselstaaten Paris sowieso zu sp√§t. Und auch die Wissenschaft ist sich eigentlich dar√ľber einig, dass 1,5 oder 2,0 ¬į Grad zwar ein wichtiges Signal aber eben auch nur ein politisches ist.

Und noch etwas sollte allen klar sein: wer die Ergebnisse von Paris wirklich ernst nimmt, meint damit in der Umsetzung eine vollst√§ndige Abkehr vom wirtschaftlichen System, so wie wir es bisher kennen. Der Paradigmenwechsel von Wachstum auf Balance mit den nat√ľrlichen Prozessen erzwingt eine Verabschiedung vom Kapitalismus. Man kann gespannt sein, wer daf√ľr bereit ist.

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Startschuss f√ľr den ‚ÄěBlauen Kompass‚Äú

Wettbewerb "Blauer Kompass" such Anpassungspioniere an den Klimawandel.

Wettbewerb „Blauer Kompass“ sucht Anpassungspioniere an den Klimawandel.

Steigende Temperaturen, das Vordringen neuer Tier- und Pflanzenarten, Bodenerosion und Wetterextreme: Der Klimawandel findet auch in Deutschland statt und wirkt in viele Bereiche des t√§glichen Lebens hinein. Das betrifft beispielsweise die Gesundheitsvorsorge, die Landwirtschaft oder die Energieversorgung. Trotz ehrgeiziger Klimaschutzziele ist der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten. Es gilt, sich an die Folgen anzupassen und den Risiken gezielt dort zu begegnen, wo sie entstehen. Vom Hochwasserschutz an Fl√ľssen bis hin zu Hitzewarnsystemen in den St√§dten gibt es bereits viele gute Beispiele. Unter dem Motto ‚ÄěBlauer Kompass ‚Äď Anpassungspioniere gesucht‚Äú zeichnet das Umweltbundesamt (UBA) lokale und regionale Ma√ünahmen aus, die konkret dazu beitragen, den Folgen zu erwartender Klima√§nderungen in den kommenden Jahrzenten begegnen zu k√∂nnen. Verb√§nde, Vereine, Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen k√∂nnen sich mit ihren Projekten bis zum 15. M√§rz 2016 bewerben.

Der Wettbewerb ist Teil des seit 2013 von ecolo koordinierten Projektes „Erfolgsfaktoren f√ľr die F√∂rderung zur Anpassung an den Klimawandel“ im Zuge des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens UFO-Plan 2013.

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ecolo gratuliert Backstube zum Bremer Umweltpreis

Die Gesch√§ftsf√ľhrung der Backstube Backen mit Leidenschaft, Lene Siemer, Birgit und Rainer Knoll, freut sich mit Umweltsenator und Schirmherr Dr. Joachim Lohse  √ľber den Bremer Umweltpreis 2015. (c)KontrastMedienproduktion

Die Gesch√§ftsf√ľhrung der Backstube Backen mit Leidenschaft, Lene Siemer,
Birgit und Rainer Knoll, freut sich mit Umweltsenator und Schirmherr Dr. Joachim Lohse √ľber den Bremer Umweltpreis 2015.
(c)KontrastMedienproduktion

Die Backstube ‚Äď Backen mit Leidenschaft GmbH aus Bremen-Nord hat den Bremer Umweltpreis 2015 gewonnen. Mit der Einrichtung einer nat√ľrlichen K√§lteanlage setzte sie sich im Rennen um die beste Unternehmensl√∂sung f√ľr nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutz, Ressourcenschonung und Energieeffizienz gegen 14 Mitbewerber durch und gewann den mit 10.000 Euro dotierten und von ecolo organisierten Wettbewerb der BAB ‚Äď Die F√∂rderbank f√ľr Bremen und Bremerhaven.

Die Backstube ‚Äď Backen mit Leidenschaft produziert hochwertige √∂kologische Backwaren in Demeter-Qualit√§t und hat den Betrieb ihrer K√§lteanlage auf die K√§ltemittel Kohlenstoffdioxid und Propan umgestellt. Hiermit l√§sst sich eine Energieeinsparung von rund 20 Prozent gegen√ľber konventionellen Anlagen erzielen. Das gesamte, mit rein nat√ľrlichen K√§ltemitteln ausgestattete K√§lteverbundsystem der Backstube ist die weltweit erste Pilotanlage dieser Art. F√ľr den allt√§glichen Betrieb eines Backwarenherstellers spielt die energieintensive K√§ltetechnik eine wichtige Rolle, denn die ‚Äělebendigen‚Äú Teige und Massen m√ľssen bei unterschiedlichen Temperaturen von minus 35 Grad bis plus 35 Grad lagern, reifen und g√§ren. Rainer Knoll, Mitgr√ľnder und neben seiner Ehefrau Birgit Knoll und Tochter Lene Siemer einer der Gesch√§ftsf√ľhrer der Backstube, stellte die Prozesse trotz vieler Risiken und hoher Investitionskosten um, denn bei ihnen stehen Mensch und Umwelt von jeher im Mittelpunkt ihres Handelns.

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