Alle Beiträge Dezember2017

Bremen wird BREsilient

ecolo wird im Auftrag des Senators f√ľr Umwelt, Bau und Verkehr daran mitwirken, aus Bremen eine klimaresiliente Zukunftsstadt zu machen. Das Forschungsprojekt BREsilient untersucht, welche Anpassungsma√ünahmen an den Klimawandel im kleinsten Bundesland Deutschlands geboten sind. ecolo erh√§lt drei Jahre lang die Verantwortung f√ľr ein umfassendes Projektmanagement, die Konzeption von Beteiligungsformaten, Kommunikationsma√ünahmen sowie die Projektdokumentation.

Klimaanpassung bedeutet Vorsorge

Steigende Meeresspiegel und zunehmende Extremwetterereignisse erfordern vorsorgendes Handeln, um Menschen und Infrastruktur zu sch√ľtzen. Selbst wenn das so genannte ‚ÄěZwei-Grad-Ziel‚Äú eingehalten werden kann, werden wir die Auswirkungen einer globalen Klimaver√§nderung zu sp√ľren bekommen. In der Biologie bezeichnet Resilienz die F√§higkeit von √Ėkosystemen, sich nach einem St√∂reinfluss zu erholen bzw. ihre Grundfunktionen aufrechtzuerhalten.

Akteurseinbindung durch Reallabore

In Bremen sollen hierzu verschiedene Handlungsfelder untersucht werden. Da die Stadt vom Wasser geprägt ist, stehen vor allem solche Maßnahmen im Fokus, die mit Hochwasservorsorge oder der maritimen Wirtschaft zu tun haben. Mögliche Anpassungsmaßnahmen und deren Prioritäten sollen in vier Reallaboren  ermittelt werden. Umfangreiche Beteiligungsverfahren stellen sicher, dass viele von den Maßnahmen betroffene Akteure in das Projekt eingebunden werden können.

B√ľndelung von Kompetenzen f√ľr mehr Klimaresilienz

BREsilient ist ein Verbundprojekt, dessen Projektleitung beim Senator f√ľr Umwelt, Bau und Verkehr (Referat Umweltinnovationen & Anpassung an den Klimawandel) liegt. Als Forschungspartner sind das Institut f√ľr √Ėkologische Wirtschaftsforschung (I√ĖW) aus Berlin, die Carl von Ossietzky-Universit√§t Oldenburg und das Institut f√ľr Seeverkehrswirtschaft und Logistik in Bremen beteiligt.

 

Weitere Informationen zum Projekt unter www.bresilient.de.

Kommentare

Abschied von einem Großen

Wagner at work 2013

Wagner at work 2013

„Das will keiner sehen.“ Gnadenlos rigoros, deutlich in Mimik und Intonation erstickte Ingo unsere Ideen f√ľr Pressefotos gerne mal direkt im Keim. Ja, daf√ľr kannten und liebten wir ihn, denn am Ende war er es, der mit den besten aller uns bekannten Fotografenaugen immer das ausdrucksst√§rkste Pressefoto f√ľr unsere Projekte schoss. So wurden auch wir √ľber die Jahre immer mutiger, unseren Kunden und Auftraggebern Motive √† la Ingo Wagner zu pr√§sentieren, auch wenn diese dort auf den ersten Blick manchmal ein Stirnrunzeln hervorriefen und uns dann einiges an  √úberzeugungsarbeit abverlangten. Aber was soll’s, mit den Null-acht-fuffzehn-Fotos bekommt man eben keine Berichterstattung, das haben wir sehr schnell von Ingo gelernt.

Zu den unz√§hligen Pressefotos aus fast zwei Jahrzehnten Zusammenarbeit gesellten sich √§hnlich viele Veranstaltungsdokumentationen und Fotoshootings f√ľr verschiedenste Publikationen. Neben der unvergleichlichen fotografischen Qualit√§t, die Ingo Wagner ablieferte, sch√§tzten wir aber auch die unkomplizierte Zusammenarbeit und den Elan, mit dem er aus noch so trockenen Terminen irgendwie doch immer etwas rausholte, was wir guten Gewissens mit unseren Pressemitteilungen ver√∂ffentlichen konnten. Zuletzt haben wir auf Ingos Ansage hin einen alten Sessel auf den Marktplatz vor das Rathaus geschleppt und hatten so zumindest eine tolle Kulisse f√ľr unser Thema. Das war im August diesen Jahres, an unserem letzten Pressetermin mit Ingo.

Wir werden Ingo mitsamt all seinen Fotos, die er nicht mehr machen kann, sehr vermissen. Was uns bleibt, ist die Dankbarkeit, ihn gekannt und mit ihm gearbeitet haben zu d√ľrfen, und ein Bilderfundus, der uns immer an ihn erinnern wird. Wir verabschieden uns mit tiefem Respekt und gro√üer Wertsch√§tzung von „unserem“ Lieblingsfotografen.

Andreas, Regan, Lena, Lars, Manfred, Claudia, Renate, Karin und Nikolai sowie Jan, Sandra und Kerstin

Gemeinschaftsausstellung "Gesichter der Nachhaltigkeit" der "initiative umwelt unternehmen" vom 02.03.-08.05.2013 im Wilhelm Wagenfeld Haus in Bremen.

Pressefoto von Ingo Wagner 2013: Vor ihm ging auch die F√ľhrungsriege in die Knie.

kommentieren

Neue Wege in der Alten Neustadt

Hoher Wiedererkennungswert: das Design des Fahrradmodellquartiers

Hoher Wiedererkennungswert: das Design des Fahrradmodellquartiers

Wer in der Alten Neustadt wohnt, arbeitet oder zu einer der vielen Einrichtungen dort f√§hrt, d√ľrfte demn√§chst verst√§rkt auf das neu entstehende Fahrradmodellquartier aufmerksam werden. Nicht nur gro√üfl√§chige Baustellenbanner, die Beflaggung an der HSB, sondern auch Info-Flyer und bunte Postkarten werden im Quartier verteilt, um √ľber die Hintergr√ľnde des Vorhabens zu informieren. Zusammen mit Jan Herrmannsen von der AG Medienfeld aus Worpswede verantwortet ecolo das Corporate Design aller Materialien wie auch Konzept und Design der Projekt-Website.

Doch was ist denn nun so besonders an dem Fahrradmodellquartier? Zun√§chst umfasst es zehn Ma√ünahmen, die eine Umgestaltung der Stra√üenz√ľge bedeuten. Bremens ohnehin gro√üer Anteil an Radfahrerinnen und Radfahrern im t√§glichen Verkehr soll gef√∂rdert werden, auch aus Klimaschutz-Gr√ľnden. Doch vor allem das Wohl der Anwohnerinnen und Anwohner und aller Verkehrsteilnehmenden steht im Fokus: die Parksituation soll durch mehr Fahrradb√ľgel und besser gekennzeichnete Parkfl√§chen sowohl f√ľr R√§der als auch f√ľr Autos verbessert werden. Ein holperfreies Fahren auf Asphaltstreifen, mehr √úbersichtlichkeit an Einm√ľndungen oder  Kreuzungen und die Entschleunigung des motorisierten Verkehrs bringen Komfort und Sicherheit auf die Stra√üe. Damit einher gehen auch L√§rmminderung und eine bessere Luftqualit√§t. Eine gro√üz√ľgige Umwandlung von Stra√üen in der Alten Neustadt in Fahrradstra√üen soll eine fl√§chendeckende Wirkung f√ľr das Quartier entfalten und schafft so etwas Einzigartiges in Deutschland: eine Fahrradzone. Servicenagebote f√ľr Radfahrerinnen und Radfahrer erg√§nzen die Gestaltung. Die Hochschule ist Teil von gleich mehreren Ma√ünahmen, die unter anderem eine Umgestaltung des Campus und die Einrichtung eines Fahrrad-Repair-Caf√©s vorsehen. Zugleich ist sie neben dem Senator f√ľr Umwelt, Bau und Verkehr federf√ľhrender Projektpartner.

Die Neustadt befindet sich schon l√§nger in einem sp√ľrbaren Wandel hin zu einem vielf√§ltigen und beliebten Quartier, in dem sich junge und traditionsreiche Unternehmen, verschiedenen kulturelle Angebote und Menschen unterschiedlichster Herkunft und Berufs- und Altersgruppe finden lassen. Alle sollen von einer gestiegenen Lebensqualit√§t profitieren. Die hohe Anzahl der Projektbetiligten und Interessensbekundungen zeigt, wie viel Anklang eine fahrrad- und klimafreundliche Umgestaltung eines Quartiers in Bremen findet.

kommentieren