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Geschafft! morethanshelters feiert erfolgreiches Crowdfunding

In der täglichen Projektarbeit bei ecolo gehört es zu den wirklich erfreulichen Dingen Menschen kennenzulernen, die auf bemerkenswerte Weise ihre eigene Vorstellung davon, wie etwas sein sollten zielgerichtet in die Tat umzusetzen vermögen. Leider verliert man allzu häufig die Projekte und auch die Menschen dahinter viel zu schnell aus den Augen. Bei Daniel Kerber und seinem Team ist es glücklicherweise nicht so.

children

children in Za’atari

Unter dem Namen morethanshelters ist es Daniel gelungen ein Team aufzustellen, dass mit einer eigentlich naheliegenden Idee – nämlich die Notsituation von Menschen in Flüchtlingslagern durch ein neuartiges Unterkunftssystem sozial und ökologisch zu verbessern – immer wieder für Aufmerksamkeit sorgt. Gerade aktuell kann das Team stolz vermelden über 56.000 Euro eingesammelt zu haben, um im jordanischen Flüchtlingsgebiet Za’atari, indem bereits im Juli 2013 144.000 syrische Flüchtlinge lebten, die ersten Notunterkunftssysteme in der Praxis einzusetzen, die die Macher DOMO nennen. Damit ist es eines der höchstgefundeten gemeinnützigen Projekte in Deutschland, das je über Crowdfunding finanziert wurde. Dafür verantwortlich ist zum einen die gute Idee des Produktes, aber ebenso entscheidend für den Erfolg erscheint mir die professionelle Arbeit des gesamten Teams, die diese Idee weiterentwickelt und voranbringt! Denn auch wenn die Argumente für DOMO für sich sprechen – im Vergleich zur herkömmlichen Zeltlösung, ist es ökologisch vielfältig verträglicher, durch seine Architektur entspricht es besser den sozialen und religiösen Bedürfnissen der Bewohner und, um das Dreieck der Nachhaltigkeit zu komplementieren, ist es auch ökonomisch im Vorteil, weil es nicht bereits nach wenigen Monaten ausgetauscht werden muss – wird ein Projekt nur so erfolgreich, wenn sich auf allen Ebenen koordiniert dafür eingesetzt wird.

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DOMO

Auch wenn es natürlich noch viel besser wäre, wenn ein DOMO gar nicht nötig wäre, wenn Flucht und Vertreibung ein Ende hätten, muss der aktuellen Situation begegnet werden. Denn leider sind die Zeltstädte, die wir nur von Fotos kennen, für viele Menschen die darin leben keine Übergangslösung. Oft ist die Rückkehr in die Heimat nicht möglich. Die Menschen leben dort teilweise viele Jahre. Auch den Menschen, die aus armen Regionen in die Slums am Rande großer Städte ziehen, wäre ganz sicher mit einem DOMO zumindest ein bisschen geholfen. Und die Dimension der Problematik ist gewaltig. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen wird im Jahr 2050 ein Drittel der Weltbevölkerung in sogenannten informellen Behausungen leben.

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more DOMO

Also Daniel und Jochen, macht weiter so und haltet uns und den Rest der Republik auf dem Laufenden, DOMO arigato!

Eine Antwort auf Geschafft! morethanshelters feiert erfolgreiches Crowdfunding

  1. Katja sagt:

    Es ist wirklich toll zu sehen, das Projekte tatsächlich durch Crowdfunding realisiert werden können. Hinter solch einer Kampagne steckt schon sehr viel Arbeit, die sich für einige am Ende auch tatsächlich auszahlt.

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