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Der ganz normale Wahnsinn am Herd…

Kochen macht ja eigentlich Spaß. Bisschen schnibbeln hier, würzen da und dann gemütlich genießen. Am besten in großer Runde. Denkste! Um heutzutage alle unter einen kulinarischen Hut beziehungsweise an den selben Kochtopf zu bekommen, muss man gefühlt erst mal zwei Semester Ernährungswissenschaften, Medizin und mindestens eines im Bereich Sprachwissenschaften belegen. Das zeigen beispielsweise auch die neueren Folgen des „Perfekten Dinners“. Nach der Bekanntmachung wird in der Regel direkt nachgehakt, ob jemand gluten-oder laktoseintolerant ist bzw. sonstige Allergien oder Unverträglichkeiten  anmelden möchte.

Kompliziert wird’s für den Koch oder die Köchin dann meistens richtig, wenn von Gästen behauptet wird, man wäre Flexitarier, Locavores oder ein Freefrom. Jawohl! Längst wird nicht mehr nur zwischen Fleischessern, Vegetariern oder Veganern  unterschieden. Das neue Essverhalten bringt natürlich auch, wie soll es anders sein, Wortneuschöpfungen mit sich.

Meine persönlichen Top 5 im Überblick:

Flexitarier sind Teilzeit-Vegetarier. Sie essen bewusst wenig Fleisch, verzichten aber doch nicht ganz auf Schinken oder Schnitzel. Beim Fleischeinkauf achten sie auf Herkunft und Tierhaltung.

Als Pescetarier werden Menschen bezeichnet, die zwar eigentlich Vegetarier sind, bei Fisch und Meeresfrüchten aber eine Ausnahme machen.

Für Frutarier sind nicht nur tierische Produkte tabu. Sie essen nur pflanzliche Produkte, bei denen die Pflanze nicht beschädigt wurde. Nüsse und Fallobst, zum Beispiel. Kartoffeln und Karotten stehen nicht auf dem Speiseplan von Frutariern. Tomaten und Soja hingegen sind wiederum in Ordnung.

Locavores essen verstärkt regionale Produkte. Das Essen sollte nicht mehr als 200 Kilometer weit transportiert worden sein.

Freefroms verzichten auf Inhaltsstoffe wie Gluten, Fruktose oder auch Laktose, um Darmprobleme zu vermeiden. Für die Wirtschaft wird dieser Bereich immer wichtiger: Mehr als 20 Prozent der Bevölkerung in Industrieländern sind von einer Lebensmittelunverträglichkeit betroffen, Tendenz steigend.

Na dann, Mahlzeit!

Eine Antwort auf Der ganz normale Wahnsinn am Herd…

  1. Regan sagt:

    Also letzten Donnerstag gab es in der ecolo-Küche mal wieder Spinat, Pellkartoffeln und Spiegelei. Geht also doch ohne Studium und hat auch noch Spass gemacht ;-)

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