´

Tigermücke und Hagelstürme: Klimaresiliente Regionen gefragt

Laut aktuellstem Monitoring-Bericht der Bundesregierung zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel ist die Zahl der über 30 Grad heißen Tage seit 1951 von drei auf acht pro Jahr angestiegen, die durchschnittliche Lufttemperatur seit 1881 um 1,2 Grad. Es besteht das Risiko, dass sich wärmeliebende Insekten wie die Asiatische Tigermücke auch in Deutschland ausbreiten. Die Stechmückenart stammt ursprünglich aus Südostasien und gilt als gefährlicher Überträger von 20 unterschiedlichen Krankheiten, zu denen auch das Dengue-Fieber gehört. Extremwetterereignisse wie Hagel, Starkregen und Stürme nehmen zu und führen zu großen Qualitäts- und Ertragseinbußen in der Landwirtschaft. Der Klimawandel kann nicht mehr gestoppt werden und es muss hierzulande auch darum gehen, den Risiken mit geeigneten Klimaanpassungsmaßnahmen zu begegnen.

 

ecolo arbeitet noch bis Februar 2016 im vom Umweltbundesamt geförderten Projekt „Klimaresiliente Regionen“ an Möglichkeiten, wie die Verbreitung von guten Beispielen zur Klimaanpassung in Kommunen unterstützt werden kann. Kern des Leitkonzeptes Resilienz ist dabei die Einsicht, dass es angesichts der Vielfalt, Komplexität und Unsicherheiten von Klimarisiken unmöglich ist, sich gegen alle denkbaren Ereignisse zu wappnen und eine umfassende Sicherheit zu gewährleisten. Regionen müssen sich daher auch auf „Überraschungen“ vorbereiten und Raumstrukturen, Versorgungssysteme und Institutionen so gestalten, dass sie auch bei unvorhergesehenen Störereignissen weiter existieren und dabei lebenswichtige Funktionen und Systemdienstleistungen aufrechterhalten. Hierbei gilt es im ersten Schritt gute, regionale Beispiele zur Klimaanpassung zu identifizieren. Anschließend sollen anhand einer Literaturanalyse und von Online-Umfragen sowie Telefoninterviews Antworten zu dem Thema gefunden werden. Derzeit unterstützt Janina Bornemann, Absolventin des Global Transformations and Environmental Change Masterstudiums in Hamburg, ecolo für drei Monate bis Ende August bei dieser Aufgabe.

Social tagging: > > > >

Schreibe einen Kommentar