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Berufsfeld Klimaschutz: Zukunft braucht Frauen

Gastbeitrag von Carolin Scheil, Studentin Sustainability Management

Etwa 30 Frauen kamen am Donnerstag, den 12. November, im Gästehaus der Uni Bremen zusammen, um Impulsvorträgen rund um die Thematik Frauen im Berufsfeld Klimawandel zuzuhören und zu diskutieren. Zu der Veranstaltung lud Prof. Dr. Ines Weller ein, die das Projekt „GenderNETCLIM“ – Chancengerechtigkeit im Klimawandel“ an der Uni Bremen in Kooperation mit dem Netzwerk „GenderCC – Women for Climate Justice“ leitet.

Besondere Ehre wurde ecolos Geschäftsführer Andreas Lieberum zuteil: Trotz eindeutig männlichen Geschlechts wurde er als Referent eingeladen. Als einziger männlicher Gast sprach er über Ideen und Kompetenzen, die in Zukunft benötigt werden, um Klimaforschung, -schutz und -anpassung erfolgreich stattfinden zu lassen. Er hob klassische Managementfähigkeiten wie Teamfähigkeit und Einfühlungsvermögen hervor, die bei Frauen besonders stark ausgeprägt sind, und zeigte auf, dass die Mehrheit der Klimaschutzmanager in Norddeutschland trotzdem (noch) männlich ist. Bei ecolo jedoch hat man die Qualität der weiblichen Kompetenzen schnell erkannt und schätzen gelernt – sechs von neun Mitarbeitenden sind weiblich!

Anschließend berichtete Dr. Ellen Damm von ihren persönlichen Erfahrungen in der Karriereplanung in der Wissenschaft. Die am Alfred-Wegener-Institut tätige Geowissenschaftlerin betonte die Bedeutsamkeit von Netzwerken und ermutigte die Zuhörerinnen, sich häufiger auszutauschen und zusammenzuschließen. Diese Meinung teilte auch Delia Richter, Geschäftsführerin der wpd windmanager business GmbH. „Selbst ist die Frau!“, bekräftigte sie und forderte außerdem dazu auf, selbstbewusster aufzutreten.

Als Gründerin des Ingenieursbüro Hupfer Ingenieure konnte auch Katrin Hupfer von persönlichen Erlebnissen und Erkenntnissen aus einer Männerdomäne erzählen. Sie riet dazu, weniger „fleißiges Bienchen“ zu sein und den selbstkritischen Perfektionismus „über Bord zu werfen“. Anstatt stets darauf zu warten, gefragt zu werden, sollte frau Eigenintiative ergreifen und selbst aktiv werden.

In einem waren sich zum Schluss alle Anwesenden sicher: Für Klimaforschung, Klimaschutz und Klimaanpassung ist viel Frauenpower nötig!

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