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Das Klima und die Zukunft von Stralsund

Wer sich mit den Auswirkungen des Klimawandels besch√§ftigt, st√∂√üt unweigerlich auch auf kommunale Herausforderungen: So brauchen beispielsweise die Bereiche Gesundheit, Stadtgr√ľn und Infrastruktur verst√§rkte Aufmerksamkeit. In einer K√ľstenstadt wie Stralsund liegen zudem Ver√§nderungen im Tourismus nahe. Dabei gibt es kein Patentrezept ‚Äď f√ľr die Praktikabilit√§t und Akzeptanz von Ma√ünahmen ist eine Beteiligung vor Ort n√∂tig.

In Stralsund schl√§gt man genau diesen Weg ein und will gemeinsam mit B√ľrgerinnen und B√ľrgern, Institutionen und Akteurinnen und Akteuren vor Ort die Zukunft von Stralsund entwerfen. Im Rahmen einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe werden zun√§chst Informationen zum Klimawandel in Stralsund vermittelt. Danach k√∂nnen gemeinsam Visionen entworfen werden, wie Stralsund mit dessen Folgen umgehen sollte. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Thema Stadtgr√ľn mit seinen Vorteilen f√ľr die Hitze- und Starkregenvorsorge.

ecolo k√ľmmert sich um die gesamte Veranstaltungsreihe und greift auch hier auf Online-L√∂sungen zur√ľck. Neben der Organisation und Moderation wird vor allem die Abstimmung einer Zukunftsvision mit den Teilnehmenden unsere Aufgabe sein ‚Äď wir sind sehr gespannt auf die Ideen der Menschen vor Ort und das Ergebnis!

Panorama von Stralsund und Veranstaltungstitel
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Einfacher ‚ÄěRegen//Sicher‚Äú werden

Die Fr√ľchte von vier Jahren Arbeit sind nun in Form unserer Ergebnisse und Materialien aus dem Projekt ‚ÄúRegen//Sicher‚Äú auf der Website des Umweltbundeamtes einsehbar. √Ėffentlich zug√§nglich sind damit Brosch√ľren, Filme und Checklisten zur Starkregenvorsorge sowie Empfehlungen zur Aktivierung der Bev√∂lkerung zur Eigenvorsorge. Wir freuen uns, wenn die gesammelten Erkenntnisse dazu beitragen, dass auch andere Kommunen vermehrt in die Starkregenvorsorge einsteigen ‚Äď schlie√ülich ist Starkregen eine immer h√§ufiger auftretendere Konsequenz des Klimawandels.

‚ÄěRegen//Sicher‚Äú wurde 2016 bis 2020 im Auftrag des Kompetenzzentrums Klimafolgen und Anpassung (KomPass) im Umweltbundesamt von ecolo ‚Äď Agentur f√ľr √Ėkologie und Kommunikation und e-fect dialog evaluation consulting eG durchgef√ľhrt. Ziel war es, Aktivierungs- und Beteiligungsformate zu erproben, mit denen B√ľrgerinnen und B√ľrger zur Starkregenvorsorge motiviert werden k√∂nnen. Neben Worms waren die Kommunen Bad Liebenwerda/Elsterwerda und die Stadt L√ľbeck weitere Praxispartner.

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ecolo gewinnt UFOPLAN-Projekt

Baum mit Schlamm bedeckt    Foto: P. Lincke

Starkregen, Hochwasser und was davon √ľbrig bleibt Foto: P. Lincke

Starkregen und Hitzewellen ‚Äď das sind Extremwetterereignisse, die aufgrund des Klimawandels weltweit immer h√§ufiger auftreten. Auch hierzulande hat so ziemlich jeder bereits die Wetterkapriolen miterlebt. Aber was ist zu tun, damit sie B√ľrgerinnen und B√ľrger, Wirtschaft und die √∂ffentliche Infrastruktur nicht so schwer treffen, wie in der Vergangenheit zum Teil mit t√∂dlichem Ausgang passiert? Die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) sowie der Aktionsplan Anpassung (APA) der Bundesregierung bilden die Grundlagen zur mittelfristigen St√§rkung der Anpassungskapazit√§t quer durch alle gesellschaftlichen Bereiche Deutschlands. Ein zentraler Bestandteil im Umsetzungsprozess ist das Thema Beteiligung.

ecolo ist jetzt vom Umweltbundesamt gemeinsam mit e-fect dialog evaluation consulting eG mit der Analyse innovativer Beteiligungsformate zum Einsatz bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der DAS beauftragt worden. Das Projekt l√§uft √ľber dreieinhalb Jahre und untersucht haupts√§chlich informelle Beteiligungsverfahren, die nicht gesetzlich vorgeschrieben sind und √ľber gesetzlich verankerte, formelle Beteiligungsverfahren hinausgehen. Dieses sind beispielsweise Veranstaltungen, auf denen ein Dialog zwischen Beteiligten und Ma√ünahmentr√§gern hergestellt wird. Betroffene B√ľrger, lokale Stakeholder und Multiplikatoren sollen dadurch in die Planung, Gestaltung und Umsetzung von kommunalen Ma√ünahmen eingebunden werden.

Im Rahmen dieses Projektes wird Beteiligung als Prozess verstanden, der Eigenvorsorge und Eigeninitiative relevanter nichtstaatlicher Akteure st√§rkt und die Akzeptanz von Ma√ünahmen zur Klimawandelanpassung erh√∂ht. ecolo und e-fect f√ľhren mit drei Modellkommunen selbst Beteiligungsverfahren durch, die sp√§ter evaluiert werden. Dieses Verst√§ndnis folgt dem Fortschrittsbericht 2015, der die beiden Aspekte der Eigenvorsorge und Akzeptanz als √ľbergeordnete Ziele von Beteiligung in der Klimawandelanpassung hervorhebt.

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