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Klimaanpassung: 1. nationale Konferenz

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Reges Treiben auf dem Marktplatz der Klimaanpassungsdienste

Klimaanpassung und Klimavorsorge sind längst Themen, die es in unseren Alltag geschafft haben. Nicht zuletzt der lange, heiße und trockene Sommer hat aufgezeigt, dass Extremwetterereignisse im Zuge des Klimawandels zunehmen. Daher fand im November sehr erfolgreich die erste nationale Konferenz zum Thema „Klimaanpassungsdienste – Klimavorsorge in der Praxis“ mit der Vorstellung des Klimavorsorgeportals KLiVO statt.

Auf der von ecolo organisierten Konferenz wurden Angebote und Dienste zur Klimaanpassung vorgestellt und diskutiert. In Fachvorträgen, improvisierten Theatereinlagen und auf einem Marktplatz der Klimaanpassungsdienste sind die Teilnehmenden der Konferenz relevanten Fragestellungen nachgegangen.

Eröffnet wurde die Konferenz von Dr. Kora Kristof, Ableitungsleiterin Nachhaltigkeitsstrategien, Ressourcenschonung und Instrumente beim Umweltbundesamt. Im Anschluss daran hatten die Schauspielerinnen und Schauspieler von Theatersport Berlin ihren ersten Auftritt und erleichterten mit ihrer Improvisationseinlage den Einstieg ins Thema. Susanne Hempen vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und Petra Mahrenholz, Fachgebietsleiterin des KomPass-Teams beim Umweltbundesamt gaben anschließend daran einen Einblick in die politischen Rahmensetzungen des Themas sowie in die Inhalte des Projektes KlimAdapt. In der folgenden Podiumsdiskussion stellten die fünf Diskutierenden die Planung, Weiterentwicklung und Anwendung von Klimaanpassungsdiensten auf den Prüfstand.

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Die vielseitigen Funktionen des Klimavorsorgeportals KLiVO wurden vorgestellt.

In der Mittagspause bzw. auf dem „Markt der Klimaanpassungsdienste“ ging es vorrangig um Vernetzung und Austausch: An neun Ständen konnten sich die Teilnehmenden über ausgewählte Klimaanpassungsdienste informieren und einen Blick auf das neue, unter anderem von ecolo konzipierte und aufgebaute, Klimavorsorgeportal KLiVO werfen. Von hier aus ging es für die Teilnehmenden in die vertiefenden Workshops zu den Themen „Hitzestress im Stadtquartier“, „Kommunale Starkregenvorsorge“, „Klimafolgen planvoll begegnen“, „Kulturpflanzen und Stadtgrün im Trockenstress“ und „Klimaanpassungsdienste in die Breite tragen“. Hier bot sich die Möglichkeit, einzelne Aspekte näher zu beleuchten und in Kleingruppen zu diskutieren.  Die Kernelemente wurden anschließend im Plenum vorgestellt. Der Tag endete mit einem Kurzvortrag von Kirsten Sander, Projektleiterin für das KLiVO-Portal beim Umweltbundesamt. Sie richtete den Blick nach Vorne und zeigte auf, wie es im Projekt und im Speziellen mit dem KLiVO-Portal weitergehen wird.

 

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Bundesregierung startet Infoportal

KLiVO Deutsches Klimavorsorgeportal

So sieht es aus, das Deutsche Klimavorsorgeportal | Foto: (c)BMU_Suradech14

Ab sofort können sich Behörden, Unternehmen und interessierte Bürgerinnen und Bürger beim „Deutschen Klimavorsorgeportal“ über Möglichkeiten zur Anpassung an den Klimawandel informieren. Bundesumweltministerin Svenja Schulze stellte das Portal gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst der Öffentlichkeit vor:  „Der Klimawandel ist endgültig bei uns angekommen. Extremwetterereignisse, die früher noch große Ausnahmen waren, werden zum neuen Normalfall. Dennoch treffen Klimaschäden heute viele noch unvorbereitet. Mit dem neuen Klimavorsorgeportal wollen wir Behörden, Unternehmen, Bürgerinnen und Bürgern bei der Vorsorge helfen. Es bietet passgenaue Informationen und Tipps, um Schäden durch den Klimawandel – sei es durch Hitze und Trockenheit oder Stürme, Starkregen und Überschwemmungen – zu vermeiden.“

KLiVO unterstützt dabei, den Vorsorgebedarf je nach Tätigkeitsbereich und Region zu erkennen und geeignete Vorsorgemaßnahmen umzusetzen. Es bietet dafür eine Vielzahl von notwendigen Klimainformationen sowie Klimaanpassungsdiensten. Diese zeigen zum einen, wie Kommunen, die Wirtschaft oder Vereine und Organisationen Klimafolgen in Entscheidungen und Planungen berücksichtigen; und zum anderen, welche Schritte zur Vorbeugung der Klimafolgen angebracht wären. Die Informationen gibt es beispielsweise in Form von Leitfäden, Webtools, Karten oder Qualifizierungsangeboten; sie werden durch zwei Netzwerke zur Verfügung gestellt: Der „Deutsche Klimadienst“, angesiedelt beim Deutschen Wetterdienst erstellt Daten und Informationen rund um den Klimawandel. Das „KlimAdapt-Netzwerk“, angesiedelt beim Umweltbundesamt, stellt die Handlungsempfehlungen zur Anpassung an den Klimawandel zur Verfügung und entwickelt diese gemeinsam mit Anwendern weiter.

Das Besondere an KLiVO ist die Passgenauigkeit der Informationen zur Klimavorsorge – einfach auffindbar mit Hilfe von Such- und Filterfunktionen. Qualität, Nutzerfreundlichkeit und Aktualität der jeweiligen Angaben werden dabei regelmäßig überprüft. Alle Dienste und Daten basieren auf wissenschaftlichen Grundlagen und können kostenfrei genutzt werden. ecolo hat im Auftrag des Umweltbundesamtes das Webportal konzipiert und inhaltlich umgesetzt sowie die bereitgestellten Klimaanpassungsdienste im Vorfeld überprüft. Gemeinsam mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung ( IÖW) und Dr. Torsten Grothmann organisiert ecolo die Netzwerktätigkeiten von KlimAdapt, die Weiterentwicklung der Plattform sowie alle Kommunikationsmaßnahmen.

Alle Infos auf www.klivoportal.de

Zur Pressemeldung des BMU

 

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Anpassung an den Klimawandel: Wieviel Info brauchst du?

Welche Unterstützung wünschen sich Akteure bei der Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen? Welche Produkte und Dienstleistungen werden hierfür benötigt? Wie sollen Informationen aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden?

Diese und andere Fragen beantworten derzeit Akteure aus der Landes- und Kommunalverwaltung, aus Verbänden, Unternehmen oder auch interessierte Einzelpersonen, die sich an der vom IÖW in Kooperation mit ecolo ausgearbeiteten Online-Umfrage beteiligen, in der es um ihre Informationsbedarfe im Bereich Anpassung an den Klimawandel geht.

Die Online-Umfrage ist ein Teil des Projektes „KlimAdapt“, das vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Kooperation mit ecolo im Auftrag des Umweltbundesamtes und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit durchgeführt wird. Die Ergebnisse dienen dem Aufbau des gleichnamigen Informationsdienstes, einer Zusammenstellung regelmäßig aktualisierter und öffentlich zugänglicher Daten, Infos, Beratungsleistungen und Werkzeuge zur Klimawandelanpassung. Unter anderem soll eine Webplattform, eine Kommunikationsstrategie sowie ergänzende Angebote entwickelt werden. Diese sollen Bundesländern, Kommunen, Verbänden und Unternehmen zur Verfügung stehen und sie dabei unterstützen, eigenständig in ihren Verantwortungsbereichen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel umzusetzen.

Die Befragung läuft bis zum 21.Oktober 2016. Für jeden ausgefüllten Fragebogen wird 1 Euro an Plant for the Planet gespendet. Hier geht es zur Umfrage

Das Informationsangebot „KlimAdapt“ ist neben dem Deutschen Klimadienst (DKD) ein weiteres Element in einem Gesamtangebot des Bundes für Klimadienste und Dienste zur Unterstützung der Anpassung an den Klimawandel. Dieses wurde im vergangenen Jahr im Ersten Fortschrittsbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel von der Bundesregierung beschlossen.

 

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