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ecolo baut Klimadienst-Plattform auf

ecolo freut sich erneut √ľber einen gro√üen Auftrag aus dem Umweltbundesamt (UBA)! Bis 2021 werden wir gemeinsam mit dem Institut f√ľr √∂kologische Wirtschaftsforschung (I√ĖW) sowie Dr. Torsten Grothmann die zentrale Internet-Plattform f√ľr das dem Bundesumweltministerium zugeordneten UBA aufbauen, die Klimadienste und Klimaanpassungsdienste b√ľndelt und zielgruppengerecht zur Verf√ľgung stellt. Damit sollen L√§nder, Kommunen, Verb√§nde, Unternehmen sowie B√ľrgerinnen und B√ľrgern durch die Bereitstellung von Daten, Informationen und Werkzeugen bei der Anpassung an den Klimawandel unterst√ľtzt werden. Hintergrund des Vorhabens ist der Fortschrittsbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS), in dem die Bundesregierung im Dezember 2015 den Aufbau eines Gesamtangebotes des Bundes f√ľr Klimadienste und Klimaanpassungsdienste beschlossen hat.

Die bereitgestellten Klimaanpassungsdienste werden zuvor von ecolo √ľberpr√ľft, so dass nur solche Dienste pr√§sentiert werden, die in den festgelegten inhaltlichen Kriterien gen√ľgen und regelm√§√üig aktualisiert werden. Begleitend wird ein Netzwerk ins Leben gerufen, das den Auf- und Ausbau der Plattform sowie die Weiterentwicklung von Klimaanpassungsdiensten unterst√ľtzt. ecolo ist der Leadpartner im Projekt und betreut das Netzwerk gemeinsam mit dem I√ĖW. Zudem verantworten wir die Konzeption und Umsetzung der Webplattform sowie alle Kommunikationsma√ünahmen und die √Ėffentlichkeitsarbeit.

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Die Ersten werden die Letzten sein

‚ÄěAmerica first‚Äú, so t√∂nt es immer wieder aus dem Wei√üen Haus und so pfiffen es die Spatzen bereits seit Wochen von den D√§chern: das gilt nun auch f√ľr die Abkehr der USA vom Pariser Klimaabkommen. Und unisono (ausgenommen Nicaragua und Syrien – die nat√ľrlichen Verb√ľndeten der USA in Sachen Klimal√ľge) wird dieser Schritt mit Erschrecken und Erstaunen aufgenommen. Wer genau hingeh√∂rt h√§tte, wusste aber schon vor Monaten, dass es so kommen w√ľrde und wer hoffte, dass die Einfl√ľsterer Ivanka Trump, ihr Ehegatte oder der Au√üenminister vielleicht doch Geh√∂r finden w√ľrden, wurde nun eines Besseren belehrt. Damit stellt sich das Land mit Weltmachtanspruch eindeutig auf die letzte Stufe und ist eindeutig isoliert und abgeh√§ngt ‚Äď auch wenn es, wie gerade vom Berliner Kreis der CDU geschehen, stehengebliebene Nachahmer gibt.

Was aber bedeutet der Ausstieg aus dem Klimaschutzabkommen nun wirklich?
Zun√§chst gibt es ein zumindest verbal ge√§u√üertes Zusammenr√ľcken der nach wie vor Willigen aus Europa, Asien und Kanada. Dabei bleibt dann allerdings auch nur das Prinzip Hoffnung, diesen Treuebekundungen nun auch konkrete politische Taten folgen zu lassen ‚Äď ganz besonders Merkel ist gefordert.

China reibt sich die H√§nde, da sie in der weiteren zentralstaatlich gesteuerten Umweltpolitik selbstverst√§ndlich ihre Chancen f√ľr ihre (Umwelt-)Technologien sehen und  ‚Äď zumindest nicht ganz unwahrscheinlich ‚Äď die USA (und Europa) auf diesem Sektor vor sich hertreiben werden.
Die schon heute abgeh√§ngten Staaten des S√ľdens werden noch weiter abgeh√§ngt, da selbstverst√§ndlich die finanziellen Versprechungen zur F√∂rderung des Klimaschutzes und der Anpassung an die Folgen des Klimawandels in den besonders betroffenen L√§ndern des Pazifiks und Afrikas ohne die USA noch unwahrscheinlicher geworden sind.

Und schlie√ülich die Frage nach den Folgen f√ľr die Umwelt und damit der Beschleunigung des Klimawandels, in dessen Zusammenhang das 2¬į Grad Ziel zwar eine gute politische Orientierung aber keinesfalls ein realistisch zu erreichendes Szenario mehr ist. Sie werden zumindest mittelfristig nach Aussagen von unserem obersten Klimaexperten Mojib Latif √ľbersichtlich bleiben, da die USA mit gerade einmal 17 Prozent am Aussto√ü klimasch√§dlicher Gase beteiligt ist. Dem kann ich nicht beipflichten, denn jede Tonne Kohlendioxid zu viel wird uns den unumkehrbaren Kipppunkten entscheidender √Ėkosysteme auf unserm Planeten n√§her bringen, womit dann der Titel von Prof. Dr. Schellnhubers letzter Publikation ‚ÄěSelbstverbrennung‚Äú nicht mehr nur Warnung, sondern bittere Realit√§t werden w√ľrde.

So bleibt zu hoffen, dass die Trotzreaktion auch einiger Bundesstaaten und Kommunen in den USA im Sinne eines ‚ÄěJetzt erst recht‚Äú die Klimaschutzanstrengungen forciert und verbindlicher macht und damit die Regierung der USA ins Abseits stellt.

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ecolo gewinnt UFOPLAN-Projekt

Baum mit Schlamm bedeckt    Foto: P. Lincke

Starkregen, Hochwasser und was davon √ľbrig bleibt Foto: P. Lincke

Starkregen und Hitzewellen ‚Äď das sind Extremwetterereignisse, die aufgrund des Klimawandels weltweit immer h√§ufiger auftreten. Auch hierzulande hat so ziemlich jeder bereits die Wetterkapriolen miterlebt. Aber was ist zu tun, damit sie B√ľrgerinnen und B√ľrger, Wirtschaft und die √∂ffentliche Infrastruktur nicht so schwer treffen, wie in der Vergangenheit zum Teil mit t√∂dlichem Ausgang passiert? Die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) sowie der Aktionsplan Anpassung (APA) der Bundesregierung bilden die Grundlagen zur mittelfristigen St√§rkung der Anpassungskapazit√§t quer durch alle gesellschaftlichen Bereiche Deutschlands. Ein zentraler Bestandteil im Umsetzungsprozess ist das Thema Beteiligung.

ecolo ist jetzt vom Umweltbundesamt gemeinsam mit e-fect dialog evaluation consulting eG mit der Analyse innovativer Beteiligungsformate zum Einsatz bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der DAS beauftragt worden. Das Projekt l√§uft √ľber dreieinhalb Jahre und untersucht haupts√§chlich informelle Beteiligungsverfahren, die nicht gesetzlich vorgeschrieben sind und √ľber gesetzlich verankerte, formelle Beteiligungsverfahren hinausgehen. Dieses sind beispielsweise Veranstaltungen, auf denen ein Dialog zwischen Beteiligten und Ma√ünahmentr√§gern hergestellt wird. Betroffene B√ľrger, lokale Stakeholder und Multiplikatoren sollen dadurch in die Planung, Gestaltung und Umsetzung von kommunalen Ma√ünahmen eingebunden werden.

Im Rahmen dieses Projektes wird Beteiligung als Prozess verstanden, der Eigenvorsorge und Eigeninitiative relevanter nichtstaatlicher Akteure st√§rkt und die Akzeptanz von Ma√ünahmen zur Klimawandelanpassung erh√∂ht. ecolo und e-fect f√ľhren mit drei Modellkommunen selbst Beteiligungsverfahren durch, die sp√§ter evaluiert werden. Dieses Verst√§ndnis folgt dem Fortschrittsbericht 2015, der die beiden Aspekte der Eigenvorsorge und Akzeptanz als √ľbergeordnete Ziele von Beteiligung in der Klimawandelanpassung hervorhebt.

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Umweltbundesamt ehrt vier Anpassungsprojekte

uba_blauerkompass_kv_1545x775Die Gewinner im von ecolo f√ľr das Umweltbundesamt organisiertenWettbewerb ‚ÄěBlauer Kompass – Anpassungspioniere gesucht‚Äú stehen jetzt fest: Ein renaturierter Flusslauf als Klimakorridor, ein Quartiersmanagement f√ľr Anpassungsma√ünahmen, eine Weiterbildung im Handwerk f√ľr klimarobustes Bauen sowie ein Begr√ľnungsprojekt mit Unternehmen in Innenst√§dten ‚Äď das sind die Sieger im diesj√§hrigen Wettbewerb um die besten L√∂sungen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland. Unter dem Motto ‚ÄěBlauer Kompass ‚Äď Anpassungspioniere gesucht‚Äú zeichnete das Umweltbundesamt (UBA) lokale und regionale Ma√ünahmen aus, mit denen klimawandelbedingte Risiken gemindert werden.

Ob Starkregen oder Hitzeperioden ‚Äď wie die Risiken von Extremwetterereignissen gemindert werden k√∂nnen, zeigen die Projekte ‚ÄěFuture Cities ‚Äď Gr√ľn-blauer Klimakorridor Kamen‚Äú, ‚ÄěNatur in graue Zonen‚Äú aus Bonn oder ‚ÄěKiezKlima‚Äú in Berlin. In Kamen wurde ein Flusslauf renaturiert und Anwohner entkoppelten ihre Grundst√ľcke von der Kanalisation, um gegen √úberflutung vorzusorgen und ihr Wohnumfeld zu verbessern. Die Bonner Initiative ‚ÄěNatur in graue Zonen‚Äú entsiegelte und begr√ľnte in Pilotmodellen mit Unternehmen aus Duisburg, Erfurt und Wiesloch innerst√§dtische Fl√§chen. Im dicht besiedelten Raum wirkt sich das positiv auf das Mikroklima aus und tr√§gt zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. Die unversiegelten B√∂den nehmen zudem Niederschlagswasser auf und steigern die Aufenthaltsqualit√§t. Im Berliner Brunnenviertel gilt es, die Quartiersbewohnerinnen und -bewohner f√ľr die Entwicklung von Klimaanpassungsma√ünahmen an ihrem Wohnort zu begeistern. Aus der Region Frankfurt-Rhein-Main kommt mit dem Weiterbildungskonzept ‚ÄěKlaro: Klimarobust Planen und Bauen‚Äú eine Sensibilisierungs- und Qualifizierungsma√ünahme, die mit der Zielgruppe Handwerk auf die Anpassungserfordernisse im Baugewerbe aufmerksam macht.

Maria Krautzberger, Pr√§sidentin des UBA: ‚ÄěDie Gewinner des Wettbewerbs haben eindrucksvoll gezeigt, welche M√∂glichkeiten bestehen, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Alle vier Projekte haben vor allem auch die wichtigen gesellschaftlichen Akteure eingebunden.‚Äú Der Klimawandel wirkt sich auf viele Bereiche des Lebens aus, wie beispielsweise die Gesundheitsvorsorge, die Landwirtschaft oder die Energieversorgung. Die Beteiligung aller gesellschaftlich relevanten Gruppen ist daher unerl√§sslich. Die gew√§hlten Beteiligungsprozesse und die getroffenen Vorsorgema√ünahmen bewertete die Jury des ‚ÄěBlauen Kompass‚Äú bei allen vier Gewinnerprojekten als besonders auszeichnungsw√ľrdig.

Das UBA ehrte die vier Sieger des Wettbewerbs ‚ÄěBlauer Kompass‚Äú zum zehnj√§hrigen Jubil√§um des Kompetenzzentrums Klimafolgen und Anpassung (KomPass) am 21. Juni 2016 im Umweltbundesamt in Dessau-Ro√ülau. Die Gewinner wurden aus √ľber 52 vorgeschlagenen Projekten ausgew√§hlt und erhielten eine Kurzfilmproduktion √ľber ihr Projekt und je eine Troph√§e der Hochschule f√ľr bildende K√ľnste in Hamburg, f√ľr deren Gestaltung die HfbK eigens einen Kreativwettbewerb unter ihren Studierenden auslobte.

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Halbzeit im Wettbewerb ‚ÄěBlauer Kompass‚Äú

uba_blauerkompass_kv_1545x775Noch bis zum 15. M√§rz 2016 l√§uft der von ecolo organisierte Wettbewerb um die besten L√∂sungen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland. Unter dem Motto ‚ÄěBlauer Kompass ‚Äď Anpassungspioniere gesucht‚Äú zeichnet das Umweltbundesamt (UBA) lokale und regionale Ma√ünahmen aus, die konkret dazu beitragen, den Folgen zu erwartender Klima√§nderungen in den kommenden Jahrzenten begegnen zu k√∂nnen. Verb√§nde, Vereine, Unternehmen, Stiftungen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen k√∂nnen sich mit ihren Projekten bewerben.

Steigende Temperaturen, das Vordringen neuer Tier- und Pflanzenarten, Bodenerosion und Wetterextreme: Der Klimawandel wirkt in viele Bereiche des t√§glichen Lebens wie beispielsweise Gesundheitsvorsorge, Landwirtschaft oder Energieversorgung hinein und ist trotz ehrgeiziger Klimaschutzziele nicht mehr aufzuhalten. Es gilt, sich an die Folgen anzupassen und den Risiken gezielt dort zu begegnen, wo sie entstehen. In der Praxis konnten sich in den vergangenen Jahren bereits unterschiedliche Anpassungsma√ünahmen bew√§hren: Die Bandbreite reicht von Polleninformationsdiensten, neuen Getreidesorten f√ľr die landwirtschaftliche Aussaat √ľber Hochwasserschutz durch naturnahe Flussl√§ufe bis hin zum Anwerben von Katastrophenhelfern.

Im Klimaanpassungswettbewerb ‚ÄěBlauer Kompass‚Äú sind jetzt wegweisende Projekte und Ma√ünahmen gesucht, mit denen die klimawandelbedingten Risiken gemindert werden oder die die mit dem Klimawandel einhergehenden Chancen vorbildlich nutzen. Zugelassen sind Ans√§tze zur Steigerung der Anpassungskapazit√§t und Verbesserung der Widerstandsf√§higkeit. Der Wettbewerbsbeitrag muss ein Projekt sein, das entweder bereits abgeschlossen wurde oder sich konkret in der Umsetzung befindet und dar√ľber hinaus in Deutschland angesiedelt ist.

Eine hochkar√§tige Jury wird die Sieger im Wettbewerb ‚ÄěBlauer Kompass ‚Äď Anpassungspioniere gesucht‚Äú ausw√§hlen, die im Sommer 2016 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung ausgezeichnet werden. √úber die Gewinnerprojekte wird ein Film zur Pr√§sentation auf der Preisverleihung produziert, dar√ľber hinaus werden sie auf der ‚ÄěBlauer Kompass‚Äú-Webseite und im Rahmen der bundesweiten Pressearbeit vorgestellt. Infos und Bewerbungsunterlagen: www.uba.de/blauerkompass

Bewerbungsschluss: 15. März 2016
Kontakt: Lars Galwoschus

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