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Halbzeit im Wettbewerb „Blauer Kompass“

uba_blauerkompass_kv_1545x775Noch bis zum 15. März 2016 läuft der von ecolo organisierte Wettbewerb um die besten Lösungen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland. Unter dem Motto „Blauer Kompass – Anpassungspioniere gesucht“ zeichnet das Umweltbundesamt (UBA) lokale und regionale Maßnahmen aus, die konkret dazu beitragen, den Folgen zu erwartender Klimaänderungen in den kommenden Jahrzenten begegnen zu können. Verbände, Vereine, Unternehmen, Stiftungen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen können sich mit ihren Projekten bewerben.

Steigende Temperaturen, das Vordringen neuer Tier- und Pflanzenarten, Bodenerosion und Wetterextreme: Der Klimawandel wirkt in viele Bereiche des täglichen Lebens wie beispielsweise Gesundheitsvorsorge, Landwirtschaft oder Energieversorgung hinein und ist trotz ehrgeiziger Klimaschutzziele nicht mehr aufzuhalten. Es gilt, sich an die Folgen anzupassen und den Risiken gezielt dort zu begegnen, wo sie entstehen. In der Praxis konnten sich in den vergangenen Jahren bereits unterschiedliche Anpassungsmaßnahmen bewähren: Die Bandbreite reicht von Polleninformationsdiensten, neuen Getreidesorten für die landwirtschaftliche Aussaat über Hochwasserschutz durch naturnahe Flussläufe bis hin zum Anwerben von Katastrophenhelfern.

Im Klimaanpassungswettbewerb „Blauer Kompass“ sind jetzt wegweisende Projekte und Maßnahmen gesucht, mit denen die klimawandelbedingten Risiken gemindert werden oder die die mit dem Klimawandel einhergehenden Chancen vorbildlich nutzen. Zugelassen sind Ansätze zur Steigerung der Anpassungskapazität und Verbesserung der Widerstandsfähigkeit. Der Wettbewerbsbeitrag muss ein Projekt sein, das entweder bereits abgeschlossen wurde oder sich konkret in der Umsetzung befindet und darüber hinaus in Deutschland angesiedelt ist.

Eine hochkarätige Jury wird die Sieger im Wettbewerb „Blauer Kompass – Anpassungspioniere gesucht“ auswählen, die im Sommer 2016 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung ausgezeichnet werden. Über die Gewinnerprojekte wird ein Film zur Präsentation auf der Preisverleihung produziert, darüber hinaus werden sie auf der „Blauer Kompass“-Webseite und im Rahmen der bundesweiten Pressearbeit vorgestellt. Infos und Bewerbungsunterlagen: www.uba.de/blauerkompass

Bewerbungsschluss: 15. März 2016
Kontakt: Lars Galwoschus

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Vom GrĂĽn in der Stadt zum Lebensklima

Ăśppiges GrĂĽn rund um einen der berĂĽhmtesten Stein Bremens

Ăśppiges GrĂĽn rund um einen der berĂĽhmtesten Stein Bremens

Grün braucht Feuchtigkeit – eine Binsenweisheit die auch für das Grün zwischen dem Steinpflaster in der Bremer Innenstadt gilt. Besonders üppig fällt der mosige Bewuchs rund um einen der berühmtesten Steine auf der Domsheide auf: Der Gesche-Gottfried-Stein scheint eine geradezu magische Kraft zu besitzen, dem Grün in unmittelbarer Umgebung des Steins eine außerordentliche Fülle zu verleihen. Hier fand am 21. April 1831 die letzte öffentliche Hinrichtung in Bremen statt und immer noch ranken sich Legenden um dieses Geschehen.

Beim genaueren Nachdenken allerdings wird diese Zauberkraft dann doch ziemlich schnell und recht unappetitlich weggewischt, denn immer noch gibt es einige, oft gut gekleidete Herren, die mal eben so im Vorbeigehen auf diesen Stein spucken, um damit ihrer Aversion gegen Giftmischerinnen Ausdruck zu verleihen. Nun denn, etwas Gutes hat es ja, wenn man bedenkt, dass die menschliche Spucke zu 99 Prozent aus Wasser besteht.

Und von eben diesem Wasser hat man in der Stadt manchmal zu viel – bei häufiger vorkommenden Starkregenereignissen – und manchmal zu wenig – während intensiver Hitzeperioden. Die ausgeglichene Balance wird durch den Klimawandel kräftig gestört, was vor allem das Grün in der Stadt zu spüren bekommt. ecolo hat zu diesem Thema zusammen mit der Bremer Umwelt Beratung und in Kooperation mit dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr beim Bundesumweltministerium einen Projektantrag gestellt, der vor allem das Lebensklima an ausgesuchten Orten in Bremen verbessern soll. Der Gesche Gottfried Stein wird zwar nicht zu diesen Orten gehören; er folgt mit dem umgegebenen Grün einer ganz eigenen Logik.

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